Schulpflege legt Rekurs ein
Aktualisiert

Schulpflege legt Rekurs ein

Wegen
Geldverschwendung und
Mobbing ist Pfäffikons
Schulpflege in Verruf
geraten. Jetzt wehrt sie
sich mit einem Rekurs.

Ein allzu grosszügiger Umgang mit Steuergeldern sowie Mobbing eines Mitglieds, das diese Missstände kritisiert hatte: Dafür ist die Schulpflege Pfäffikon ZH Mitte Dezember vom Bezirksrat gerügt worden. Diese schweren Vorwürfe will die Schulbehörde nicht auf sich sitzen lassen: Kurz vor Ablauf der Frist hat die Schulpflege beim Zürcher Regierungsrat gegen den Bezirksratsentscheid rekurriert. Die Einsprache ist gestern eingetroffen, wie die Staatskanzlei bestätigte.

Die Pfäffiker Rechnungsprüfungskommission (RPK) hat die Ausgaben der Schulpflege mittlerweile durchleuchtet. «Gelder wurden unrechtmässig verwendet», sagt RPK-Präsident Hans Paul Gemperli. Der Rekurs der Schulpflege überrasche ihn daher. Zum Befremden der RPK kam es bei Workshops an noblen Adressen wie beispielsweise dem Grand Hotel Bad Ragaz sogar einmal vor, dass mehrere Schulpfleger sich eine Massage auf Kosten der Steuerzahler gönnten. Dieses Finanzgebaren könnte strafrechtliche Konsequenzen haben: Der Pfäffiker Bezirksrat erwägt derzeit, Anzeige zu erstatten.

Marco Lüssi

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