Schumacher einen Tick schneller als Alonso
Aktualisiert

Schumacher einen Tick schneller als Alonso

Michael Schumacher und Fernando Alonso haben ihr Duell um den WM-Titel bereits am ersten Trainingstag des Grand Prix von China lanciert. Der Deutsche entschied die erste Runde mit einem knappen Zehntel Vorsprung für sich.

Die Bestzeit machten wie meist die nur am Freitag zum Training zugelassenen dritten Fahrer unter sich aus. Alexander Wurz aus dem zuletzt glücklosen Williams-Team führt das Tagesklassement nach den zwei einstündigen Sessionen hauchdünn vor dem abermals überzeugenden Sebastian Vettel im BMW-Sauber an. Der 19-jährige Hesse verpasste bei seinem dritten Auftritt in der Formel 1 die dritte Bestzeit um lediglich vier Hundertstel. Weitere zwölf Tausendstel zurück liegt mit Anthony Davidson mit dem Honda ein weiterer "Sternchenfahrer". Schnellster Titular war Felipe Massa knapp vor Michael Schumacher und Alonso.

Robert Kubica und Nick Heidfeld beteiligten sich wie gewohnt nicht an der Jagd nach Bestzeiten und beschränkten sich mit Blick aufs Qualifying und das Rennen vollends auf die Abstimmungsarbeit und das Eruieren der richtigen Reifen. Der Pole und der in Stäfa wohnende Gladbacher brachten es fertig, auf ihrer besten Runde auf die Tausendstelsekunde gleich schnell gewesen zu sein. Ex-Aequo belegen sie Platz 16.

Auch für Neel Jani stand als Testfahrer von Toro Rosso abermals die Hatz nach einer vorderen Klassierung nicht im Vordergrund. Der Seeländer war primär darauf bedacht, möglichst viele Daten zu sammeln, die Vitantonio Liuzzi und Scott Speed am Samstag und Sonntag zugute kommen sollen.

In der Gilde der Freitagsfahrer waren zwei neue Gesichter auszumachen. Der Franzose Alexandre Prémat sass im dritten Auto des Spyder-Teams, das bislang unter dem Namen Midland firmiert hatte. Der Bayer Markus Ammermüller kam bei Red Bull nach der Entlassung von Christian Klien und der Beförderung des Holländers Robert Doornbos zum Stammpiloten zum Handkuss. Brillenträger Ammermüller verdiente sich seine Sporen als GP2-Fahrer ab.

Prémat, der die diesjährige GP2-Serie als Gesamtdritter beendet und zuvor zusammen mit Nicolas Lapierre Frankreich zum Sieg im A1 Grand Prix geführt hatte, wurde vom neuen Besitzer den bisherigen Testern, dem Italo-Genfer Giorgio Mondini und den Deutschen Markus Winkelhock und Adrian Sutil, vorgezogen. Der holländische Sportwagen-Hersteller Spyker hatte das Team vor drei Wochen für 110 Millionen Dollar vom Russen Alexander Shnaider übernommen.

Die Resultate: 1.* Alexander Wurz (Ö), Williams-Cosworth, 1:35,539. 2.* Sebastian Vettel (De), BMW-Sauber, 0,040 Sekunden zurück. 3.* Anthony Davidson (Gb), Honda, 0,052. 4. Felipe Massa (Br), Ferrari, 1,060. 5. Michael Schumacher (De), Ferrari, 1,102. 6. Fernando Alonso (Sp), Renault, 1,200. 7.* Franck Montagny (Fr), Super-Aguri-Honda, 1,739. 8. Jenson Button (Gb), Honda, 1,752. 9.* Michael Ammermüller (De), Red Bull-Ferrari, 2,139. 10. Tiago Monteiro (Por), Spyker-Toyota, 2,159. 11. Giancarlo Fisichella (It), Renault, 2,179. 12.* Neel Jani (Sz), Toro Rosso-Cosworth V10, 2,195. 13.* Alexandre Prémat (Fr), Spyker-Toyota, 2,248. 14. Pedro de la Rosa (Sp), McLaren-Mercedes, 2,483. 15. Mark Webber (Au), Williams-Cosworth, 2,506. 16. Nick Heidfeld (De), BMW-Sauber, und Robert Kubica (Pol), BMW-Sauber, je 2,523. 18. Rubens Barrichello (Br), Honda, 2,737. 19. Ralf Schumacher (De), Toyota, 3,349. 20. Jarno Trulli (It), Toyota, 3,420. 21. Vitantonio Liuzzi (It), Toro Rosso-Cosworth V10, 3,461. 22. Scott Speed (USA), Toro Rosso-Cosworth V10, 3,541. 23. Kimi Räikkönen (Fi), McLaren-Mercedes, 3,640. 24. Christijan Albers (Ho), Spyker-Toyota, 3,955. 25. Nico Rosberg (Fi/De), Williams-Cosworth, 3,983. 26. Sakon Yamamoto (Jap), Super Aguri-Honda, 4,097. 27. Takuma Sato (Jap), Super Aguri-Honda, 4,348. 28. David Coulthard (Gb), Red Bull-Ferrari, 4,616. 29. Robert Doornbos (Ho), Red Bull-Ferrari, 4,675.

* = 3. Fahrer (nur in den freien Trainings am Freitag zugelassen).

(si)

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