Aktualisiert 04.02.2004 19:19

Schumachers Flöten – ein Geschäft mit Kultur

Kein Hobby und auch kein Beruf: Für Andreas Schumacher (34) ist das Bauen von indianischen Flöten eine Leidenschaft. Mit grossem Erfolg: Seine Kundschaft reist aus der ganzen Schweiz an.

Musiziert Andreas Schumacher auf seiner Flöte, scheint für den Zuhörer eine neue, glückliche Welt zu entstehen. «Es waren sogar schon Menschen zu Tränen gerührt», erinnert sich der Schweizer. Das, obwohl das Spielen eigentlich gar nicht erlernbar ist: «Die Klänge sind so harmonisch angeordnet, dass jede Melodie wunderschön klingt. Sofern mit der Seele gespielt wird.»

Nur ganz vereinzelt wagt man sich in der Schweiz an die Handanfertigung der indianischen Flöten. Kein Wunder also, reisen die Leute von überall her an, um die schönen Werke beim Indianerladen Eagle Feather Trading zu bewundern.

Auch sonst lohnt sich ein Besuch beim Shop mit Indianer-Tipi und Birkenwald im Schaufenster: Silber- und Türkisschmuck, Traumfänger und Kräuter, Musik und Bücher – wer dem Indianertum noch nicht verfallen ist, tut es spätestens dann. Oder: Nach einem der eindrücklichen Gespräche mit dem Geschäftsführer.

«Mit 20 Jahren kam ich das erste Mal mit der ganzen Kultur in Berührung», erzählt Andreas Schumacher. «Nach einem US-Austauschjahr in der Wildnis – ich lebte mit verhaltensauffälligen Jugendlichen zwölf Monate im Freien – verstand ich erstmals, dass die Natur über uns Menschen steht.»

Seither hat den Lebemann die gesamte Ideologie nicht mehr losgelassen. Er wurde sogar von einer 84-jährigen Indianerin adoptiert. Schumacher: «Mit meinem Laden will ich Gewonnenes weitergeben.»

Martina Rissi

Die indianischen Flöten von Andreas Schumacher sind ab 400 Franken erhältlich. Eagle Feather Trading an der Dorfstrasse 54 in Rüti hat von Mittwoch bis Freitag von 13 bis 18 Uhr und am Samstag von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

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