Sabine Kehm: Schumachers Managerin bricht ihr Schweigen
Aktualisiert

Sabine KehmSchumachers Managerin bricht ihr Schweigen

Sabine Kehm spricht in einem ihrer raren Interviews über den Formel-1-Rekordweltmeister und die gnadenlose Jagd nach ihm.

von
20 Minuten
«Der Druck der Medien war massiv»: Sabine Kehm über das Medien-Interesse nach Schumachers Unfall.

«Der Druck der Medien war massiv»: Sabine Kehm über das Medien-Interesse nach Schumachers Unfall.

Keystone/Paul Zinken

Seit seinem schweren Skiunfall am 29. Dezember 2013 kann die Öffentlichkeit nur noch spekulieren, wie es Michael Schumacher geht. Und daran soll sich auch nichts ändern, wie seine Managerin Sabine Kehm in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland erklärt. «Die Öffentlichkeit hat das Recht zu erfahren, dass etwas passiert ist. Michael hat jedoch sehr konsequent eine klare Grenze zwischen der öffentlichen Person und der Privatperson gezogen.»

Die Entscheidung, Schumacher so sehr abzuschirmen, sei in dessen Interesse getroffen worden. «Es ist das Recht der Familie, damit so umzugehen, wie es am besten ist für die Familie», betont Sabine Kehm.

«Ein Journalist hatte sich als Priester verkleidet»

An den Tag von Schumachers Unfall erinnert sich Kehm noch genau: «Ich war bei meinen Eltern, da rief mich ein französischer Journalist an. Michael Schumacher sei verunglückt, er wolle eine Bestätigung. Am Nachmittag wusste ich, dass die Situation ernst ist. Am nächsten Morgen war ich dann im Krankenhaus in Grenoble.»

In Grenoble sei es drunter und drüber gegangen. «Der Druck der Medien war massiv», so die Managerin des siebenfachen Weltmeisters. «Es war eine grosse Aufgeregtheit, ein regelrechtes Jagdfieber. Ein Journalist hatte sich als Priester verkleidet, ein anderer angegeben, Michaels Vater zu sein.»

Kehm verfolgt natürlich auch die Karriere von Michael Schumachers Sohn Mick, der in der Formel 3 aktiv ist, mit Interesse. «Mick macht das perfekt, er geht unbeirrt seinen Weg, lässt sich nicht unter Druck setzen und nimmt sich die Zeit, die es braucht, um ein kompletter Rennfahrer zu werden.»

Übernommen vom «Tages-Anzeiger», bearbeitet von 20 Minuten.

Deine Meinung