Aktualisiert 10.10.2003 11:23

Schumi auf Titelkurs

Die beiden Duellanten um den Formel-1-WM-Titel landeten im ersten Teil des Qualifyings auf den Plätzen 3 und 5. Michael Schumacher schlug Kimi Räikkönen um 0,094 Sekunden.

Das Sauber-Team ist für den Kampf um Platz 5 in der Teamwertung bereit.

Sauber darf fürs Erste zufrieden sein. Nick Heidfeld wurde Zehnter, Heinz-Harald Frentzen Zwölfter. Das entspricht in etwa den Freitags-Platzierungen der beiden Deutschen in den vergangenen Wochen. Jaguar und BAR, Saubers direkte Konkurrenten im Ringen um Platz 5, brachten nur je einen Fahrer im Mittelfeld unter, nämlich Mark Webber (9.) und Takuma Sato (11.). Der Japaner ersetzt Jacques Villeneuve, der auf das Saisonfinale verzichtete, nachdem ihm eröffnet worden war, dass er für 2004 keinen neuen Vertrag erhalten und durch den bisherigen Testfahrer Sato ersetzt werde. Vor einem Jahr war Sato in Suzuka auf einem Jordan-Honda Fünfter geworden.

Die Fahrer der vier Spitzenteams klassierten sich innerhalb von neun Zehntelsekunden auf den Plätzen 1 bis 8. Das war zu erwarten gewesen. Die Bestzeit durch Jarno Trulli bedeutete hingegen eine Überraschung. Auch der Zweite, Ralf Schumacher, war nicht ganz so weit vorne erwartet worden. Beide schlugen ihre Teamkollegen klar. Fernando Alonso wurde im andern Renault Sechster, Juan Montoya im zweiten Williams-BMW Achter.

Die Startplätze für das letzte Rennen der Saison werden zwar erst am Samstag vergeben, aber das Ergebnis vom Freitag lässt darauf schliessen, dass Schumacher und Räikkönen mit nahezu gleichwertigem Material unterwegs sind. Der Finne wird dennoch viel Glück brauchen, um Weltmeister zu werden. Selbst wenn er gewinnt, genügt Schumacher ein Punkt zum Titel, seinem sechsten. Am Sonntag ist auch noch die Entscheidung um die WM der Konstrukteure fällig. Ferrari führt mit 147 Punkten vor BMW-Williams mit 144. Das Rennen beginnt um 07.30 Uhr.

Heidfeld und Frentzen sind zum letzten Mal für das Sauber-Team im Einsatz; ihre Nachfolger sind Giancarlo Fisichella und Felipe Massa. Es spricht für die beiden Mönchengladbacher, dass sie bis zuletzt mit vollem Einsatz bei der Sache sind. Vor zwei Wochen hatten sie in Indianapolis mit den Plätzen 3 und 5 für ein Glanzresultat gesorgt.

Im Hinblick auf das Einzelzeitfahren vom Samstag herrscht bei Sauber Zuversicht: «Im freien Training am Vormittag konzentrierten wir uns weitgehend auf die Abstimmung des Autos für das Rennen», sagte Heidfeld. «Trotzdem war ich im Qualifying mit dem Set-up zufrieden. Das Übersteuern in schnellen Kurven werden wir noch zu eliminieren wissen.» Frentzen stiess ins gleiche Horn: «Das Heck des Wagens war heute ein bisschen unruhig. Das hat mir den Spass am Fahren aber nicht verdorben. Ich freue mich sehr auf das Rennen auf meiner Lieblingsstrecke und hoffe, mich bei Sauber mit einem Punktgewinn bedanken zu können.» (si)

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