Managerin Sabine Kehm: Schumi half zuerst Freund, dann stürzte er

Aktualisiert

Managerin Sabine KehmSchumi half zuerst Freund, dann stürzte er

Sabine Kehm, die Managerin des schwer verunfallten Michael Schumacher, schildert den Unfall aus ihrer Sicht. Schumi sei nicht zu schnell gefahren.

Begeisterter Skifahrer: Michael Schumacher 2005 in Madonna di Campiglio, Italien. Am 29. Dezember zog er sich bei einem Unfall lebensgefährliche Verletzungen zu.

Begeisterter Skifahrer: Michael Schumacher 2005 in Madonna di Campiglio, Italien. Am 29. Dezember zog er sich bei einem Unfall lebensgefährliche Verletzungen zu.

Sabine Kehm, die Managerin des verunglückten Michael Schumacher, gab in Grenoble Details zum Unfallhergang bekannt. Offenbar war der Deutsche nicht in einer Schussfahrt unterwegs. Michael Schumacher hat unmittelbar vor seinem schweren Skiunfall einem auf der Piste gestürzten Freund geholfen. Anschliessend sei Schumacher in den Tiefschneebereich zwischen zwei Pisten gefahren, berichtete seine Managerin Kehm am Dienstag in Grenoble unter Hinweis auf Schilderungen von Begleitern.

Dort sei der 44-Jährige beim Ansatz zu einer Kurve gegen eine Felsen gefahren und in die Luft geschleudert worden. Kopfüber sei er dann auf einen Felsen gestürzt, sagte Kehm vor Journalisten.

Damit wurden erstmals Details des Unfalls bekannt, der sich am Sonntagvormittag in Méribel ereignet hatte. Schumacher war demzufolge nicht mit Höchstgeschwindigkeit unterwegs. Dennoch schlug sein Kopf offensichtlich heftig auf. Medienberichten zufolge zersprang dabei sein Helm. Eine Bestätigung dafür gab es in Grenoble aber nicht.

Journalist wollte sich zu Schumi schleichen

Trotz der Bitte von Ärzten und Familie wahren nicht alle die Privatsphäre von Schumacher. Kehm sagte nach der Medienkonferenz, dass ein Journalist versucht habe, als Priester verkleidet in Schumis Krankenzimmer zu gelangen, schreibt «Bild.de».

Ein unschöner Vorfall für die Familie. Über die weltweite Anteilnahme an Schumis Schicksal sei Corinna Schumacher jedoch sehr dankbar: «Es ist wirklich herzerwärmend, wie viele Nachrichten und wie viele gut gemeinte Worte uns erreichen», sagt Kehm. (sda)

Deine Meinung