Schumi holt sich die Pole-Position

Aktualisiert

Schumi holt sich die Pole-Position

Michael Schumacher hat das erste Ausscheidungsfahren in der Formel 1 um die besten Startplätze in Bahrain gewonnen. Er sicherte sich seine insgesamt 65. Pole-Position und egalisierte damit den Rekord von Ayrton Senna.

Der ehemalige Sauber-Pilot Felipe Massa sorgte als Zweitschnellster dafür, dass die vorderste Startreihe erstmals seit dem Grand Prix von Ungarn im August 2004 wieder ganz von Ferrari besetzt ist. Michael Schumacher musste sich lange gedulden, bis er auch auch den Rekord in Bezug auf die Pole-Positions in seinen Besitz bringen konnte. Seit dem letztjährigen Grossen Preis von Ungarn war er vor einem Rennen nie mehr ganz zuvorderst in der Startaufstellung gestanden. In Bahrain war der Rekordweltmeister schon bei der Premiere vor zwei Jahren vom besten Startplatz losgefahren.

Weltmeister Fernando Alonso musste sich im Renault hinter Jenson Button im Honda mit Platz 4 bescheiden. Es ist allerdings gut möglich, dass der Titelhalter zum letzten Teil des Qualifyings mit mehr Sprit ausgerückt war als etwa die Ferrari-Fahrer.

Bei BMW-Sauber entschied Nick Heidfeld das interne Duell gegen Jacques Villeneuve für sich. Heidfeld sicherte sich Platz 10, Villeneuve wurde Elfter, hat aber womöglich die bessere Ausgangslage, zumal er im Gegensatz zu Heidfeld das Auto vor dem Rennen nochmals nach Belieben nachtanken durfte.

Kimi Räikkönen klebt das Pech auch in diesem Jahr am Auto. Tags zuvor war für ihn das freie Training wegen eines Elektrik-Schadens vorzeitig zu Ende gegangen, nun sorgte der Finne in den ersten Minuten des Qualifyings für eine Schrecksekunde. Am McLaren-Mercedes brach bei voller Fahrt der Heckflügel weg, anschliessend nahmen auch die hintere Aufhängung und das rechte Hinterrad Schaden. Räikkönen kreiselte ins Abseits und hatte wenigstens das Glück, dass sich das Auto nicht überschlug. Zur Bergung der Trümmer des "Silberpfeils" wurde das Abschlusstraining für mehrere Minuten unterbrochen. Räikkönen wird sich für das erste Saisonrennen ganz hinten in der Startaufstellung einreihen müssen.

Neben Räikkönen blieb im ersten Teil des Qualifyings mit Ralf Schumacher ein weiterer Prominenter vorzeitig auf der Strecke. Dem Deutschen blieb im Toyota nur Startplatz 17.

Nach dem Qualifying in Form eines Einzelzeitfahrens in den voran gegangenen drei Jahren wird die Startaufstellung nun zum ersten Mal im Ausscheidungsverfahren in drei Tranchen mit unbeschränkter Anzahl Runden ermittelt. Nach dem ersten Teil und 15 Minuten werden die langsamsten sechs Fahrer eliminiert, die den Grand Prix aus den Positionen 17 bis 22 in Angriff nehmen. Nach der zweiten Viertelstunde scheiden die nächsten sechs mit den schlechtesten Zeiten aus; sie stehen auf den Startplätzen 11 bis 16.

Das Finale, in dem die Pole-Position ausgefahren wird, bleibt den besten zehn vorenthalten. Derweil die in den beiden ersten Teilen ausgeschiedenen Fahrer fürs Rennen ihre Autos nach eigenem Ermessen nachtanken dürfen, haben die "Finalisten" bereits die Benzinmenge bis zum ersten Boxenstopp an Bord. Nachgefüllt können nur jene Kilo Sprit werden, die im abschliessenden Teil des Qualifyings benötigt wurde.

Die Startaufstellung:

1 Michael Schumacher (De), Ferrari.

2 Felipe Massa (Br), Ferrari.

3 Jenson Button (Gb), Honda.

4 Fernando Alonso (Sp), Renault.

5 Juan Montoya (Kol), McLaren-Mercedes. 6 Rubens Barrichello (Br), Honda.

7 Mark Webber (Au), Williams-Cosworth.

8 Christian Klien (Ö), Red Bull-Ferrari.

9 Giancarlo Fisichella (It), Renault.

10 Nick Heidfeld (De), BWM-Sauber.

Nach dem zweiten Teil des Qualifyings ausgeschieden:

11 Jacques Villeneuve (Ka), BMW-Sauber.

12 Nico Rosberg, Williams-Cosworth.

13 David Coulthard (Gb), Red Bull-Ferrari.

14 Jarno Trulli (It), Toyota.

15 Vitantonio Liuzzi (It), Toro Rosso-Cosworth.

16 Scott Speed (USA), Toro Rosso-Cosworth.

Nach dem ersten Teil des Qualifyings ausgeschieden:

17 Ralf Schumacher (De), Toyota.

18 Christijan Albers (Ho), Midland-Toyota.

19 Tiago Monteiro (Por), Midland-Toyota.

20 Yuji Ide (Jap), Super Aguri-Honda. 21 Takuma Sato (Jap), Super Aguri-Honda.

22 Kimi Räikkönen (Fi), McLaren-Mercedes. (si)

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