Aktualisiert 21.04.2006 14:42

«Schumi» in Imola schnell

Michael Schumacher hat in beiden freien Trainings zum Grand Prix von San Marino Spitzenzeiten heraus gefahren. Das Ferrari-Team setzt nach dem mehrheitlich unbefriedigen Saisonbeginn offenbar alles daran, im nur rund 80 km vom Werk in Maranello entfernten Imola gut auszusehen.

Am Vormittag war Schumacher mit der Bestzeit von 1:24,751 gestoppt worden, obschon er nur vier Runden zurücklegte. Kenner der Szene sind überzeugt, dass der Tank des Ferrari fast leer war. Am Nachmittag kam der Deutsche auf 1:25,371. Auch damit schien sein Name langezeit zuoberst auf dem Monitor auf, ehe Fernando Alonso im Renault kurz vor dem Ablauf der Trainingsstunde 1:25,043 erreichte. Mit «Schumi» wird nicht nur am Samstag, wenn es um die Pole-Position geht, zu rechnen sein, sondern auch am Sonntag im Rennen.

Im Sauber-BMW-Team bestätigte der Pole Robert Kubica, dass ihm das Formel-1-Metier keine Mühe bereitet; dritte Plätze am Vor- und am Nachmittag, der von Anfang an abrufbare Speed sowie konstant schnelle Runden während Longruns zeugen davon. Nick Heidfeld (10. im Tagesklassement) verlor auf Michael Schumacher 1,6 Sekunden, Jacques Villeneuve (16.) rund zwei. Beide waren mit ihren Autos zufrieden.

Neel Jani und Giorgio Mondini, die beiden Schweizer unter den 28 Fahrern, vermochten sich nicht wunschgemäss ins Szene zu setzen. Sie kamen ihrer Aufgabe, für die Teams Toro Rosso beziehungsweise Midland möglichst viele Erkenntnisse bezüglich Abstimmung des Fahrzeugs und der Reifenwahl zu gewinnen, nicht im gewünschten Mass nach. Jani kam am Morgen auf nur 13 Runden; dann setzte er das Auto in die Leitplanken. Mondini legte immerhin 20 Runden zurück, - ungefähr gleich viele wie die vier übrigen Reservefahrer, die nur am Freitag zum Einsatz gelangen. Nachmittags waren beide länger unterwegs (21 resp. 27 Runden), aber nicht schnell genug. Alles in allem kamen der Berner und der Genfer über die Plätze 25 und 26 im Tagesklassement nicht hinaus.

Grand Prix von San Marino in Imola (It). Freies Training (beste Zeit pro Fahrer aus 2 Trainings):

1. Michael Schumacher, Ferrari, 1:24,751 (210,645 km/h).

2. Fernando Alonso, Renault, 1:25,043.

3. * Alexander Wurz, Williams-Cosworth, 1:25,132.

4.* Robert Kubica, BMW-Sauber, 1:25,421.

5.* Anthony Davidson, Honda, 1:25,699.

6. Felipe Massa, Ferrari, 1:25,879.

7. Giancarlo Fisichella, Renault, 1:25,991.

8. Jarno Trulli, Toyota, 1:26,029

9. Juan Montoya, McLaren-Mercedes, 1:26,334.

10. Nick Heidfeld, BMW-Sauber, 1:26,387

11. Jenson Button, Honda

12. Kimi Räikkönen, McLaren-Mercedes

13. Rubens Barrichello, Honda

14. David Coulthard, Red Bull-Ferrari

15. Christjan Albers, Midland-Toyota

16. Jacques Villeneuve, BMW-Sauber, 1:26,797

17.* Robert Doornbos, Red Bull-Ferrari

18. Nico Rosberg, |Williams-Cosworth

19. Vitantonio Liuzzi, Toro Rosso-Cosworth V10

20. Marc Webber, Williams-Cosworth

21. Tiago Monteiro, Midland-Toyota

22. Ralf Schumacher, Toyota

23. Scott Speed, Toro Rosso-Cosworth V10

24. Christian Klien, Red Bull-Ferrari

25.* Neel Jani, Toro Rosso-Cosworth V10, 1:28,361

26. Giorgio Mondini, Midland-Toyota, 1:28,833

27. Takuma Sato, Super Aguri-Honda

28. Vuji Ide, Super Aguri-Honda

* = als Reservefahrer nur zum freien Training am Freitag zugelassen

(si)

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