Schurter ist Mountainbike- Weltmeister
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Schurter ist Mountainbike- Weltmeister

An den Weltmeisterschaften der Mountainbiker in Neuseeland bilden die Schweizer eine Klasse für sich. Der Espoir Nino Schurter kam endlich zur erhofften Goldmedaille. Den WM-Titel gab es auch für Karin Moor im Trial. Roger Rinderknecht gewann im Four-Cross Silber.

Vor Jahresfrist in Livigno hatte der hoch talentierte Schuter die Schlussrunde mit einer Minute Vorsprung in Angiff genommen. Ein platter Vorder- und Hinterreifen machten dann seinen Traum vom WM-Titel zunichte. Der Bündner fiel auf den 3. Platz zurück.

Auch in Rotorua wies der Mediamatiker-Lehrling eingangs der Schlussrunde 60 Sekunden Reserve auf. Diesmal kam es jedoch zu keinem Zwischenfall mehr, und Schurter konnte sich über den grossen Triumph freuen, auf den er ein ganzes Jahr lang hatte warten müssen.

Der in Fehraltorf wohnhafte Bündner hatte sich sofort nach dem Start an die Spitze des Feldes gesetzt und sich am Ende der Startrunde schon um 37 Sekunden von seinen Gegner abgesetzt. Der Italiener Tony Longo erwies sich allerdings als hartnäckiger Gegner. Longo kam in den Aufstiegen immer wieder etwas heran. Schurter erwies sich allerdings in den Abfahrten als schneller. Auf dem auftrocknenden Boden behielt der 20-jährige Schurter aber die Oberhand und konnte seinen Erfolg auf der Schlussrunde auskosten. Michel Luginbühl (6.), Gion Manetsch (7.), Lukas Flückiger (9.) und Till Marx (12.) vervollständigten die herausragende Bilanz der Schweizer Nachwuchs-Biker.

In einem dramatischen Final sicherte Roger Rinderknecht der Schweiz die erste Medaille im Four-Cross. Hinter dem Schnellstarter Michal Prokop (Tsch) kam Rinderknecht mit Guido Tschugg (De) in Berührung, musste abbremsen und befrüchtete zuerst, sein Bike sei beschädigt. Der Winterthurer setzte in auswegloser Situation seine Fahrt fort. Weil kurz danach Tschugg und Dan Atherton (Gb) Kontakt hatten und sogar stürzten, fand sich Rinderknecht an zweiter Stelle wieder und konnte sich so über den Gewinn der Silbermedaille freuen.

Ihre obligate Goldmedaille sicherte sich im Trial Karin Moor. Ihren insgesamt sechsten WM-Titel holte sich die Aargauerin dank ihrer technischen Sicherheit und der grösseren Sprunghöhe vor den spanischen Zwillingen Mireia und Gemma Abant. (si)

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