Mountainbike: Schurter vor Gewinn des Gesamtweltcups
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MountainbikeSchurter vor Gewinn des Gesamtweltcups

Nino Schurter beklagt im zweitletzten Rennen des Cross-Country-Weltcups Pech und wurde nach einem Hinterrad-Defekt «nur» Dritter. Der 27-jährige Churer steht aber trotzdem vor dem Gewinn des Gesamtweltcups.

Nino Schurter hat den Gesamtweltcup so gut wie sicher. (Bild: Keystone)

Nino Schurter hat den Gesamtweltcup so gut wie sicher. (Bild: Keystone)

Weltmeister Schurter führte zusammen mit Doppel-Olympiasieger Absalon das Rennen an, als das Missgeschick in einer Abfahrt in der vierten von sieben Runden geschah. Absalon, der Europameister von Bern, zog anschliessend davon und feierte ungefährdet seinen 26. Weltcup-Sieg. Schurter seinerseits kämpfte danach mit dem Spanier José Antonio Hermida um Platz 2, verlor das Duell und fuhr 1:40 Minuten hinter Absalon auf Platz 3.

Er habe die im Anstieg entstandene Lücke zwischen Absalon und ihm schliessen wollen und in der Abfahrt schliesslich «zu viel» riskiert, sagte Schurter nach dem Rennen. «Ich war letzte Woche noch erkältet und war sicher nicht hundertprozentig fit. Deshalb musste ich auch Hermida ziehen lassen. Aber in der Gesamtwertung habe ich vor dem Finale einen guten Vorsprung.»

Ein 38. Rang reicht Schurter

In der Tat ist Schurter nach dem vierten Podestplatz im fünften Rennen - die letzten drei Weltcup-Konkurrenzen hatte er alle gewonnen - der zweite Sieg in der Gesamtwertung in Folge praktisch nicht mehr zu nehmen. Vor dem letzten Rennen in Hafjell (No) beträgt Schurters Reserve auf den zweitklassierten Absalon 220 Punkte. Damit genügt dem Schweizer ein 38. Rang für die endgültige Sicherung seines dritten Gesamttriumphs in vier Jahren.

Nicht nur Schurter überzeugte in Kanada; den Schweizern gelang einmal mehr ein ausgezeichnetes Team-Ergebnis. Neun Sekunden hinter Schurter fuhr Ralph Näf (Andwil) auf Platz 4 - sein bestes Ergebnis in dieser Saison. Fabian Giger (Rieden) belegte mit einem Rückstand von 2:13 Minuten den 6. Rang. Nicht weniger als sechs Schweizer fuhren in die Top 20.

Neff als 7. beste Schweizerin

Im Rennen der Frauen klassierte sich Jolanda Neff als beste Schweizerin auf Platz 7, mit gut zwei Minuten Rückstand auf die Tagessiegerin Katerina Nash (Tsch). Neff egalisierte damit ihr Saison-Bestergebnis, das sie zuletzt in Andorra herausgefahren hatte. «Es war ein gutes Rennen für mich. Ich konnte von Anfang bis Ende meinen Rhythmus fahren», sagte die St. Gallerin.

In der Gesamtwertung verbesserte sich Neff vor dem letzten Rennen auf Platz 7. Knapp vor ihre platziert ist Katrin Leumann. Leumann lief es in Kanada überhaupt nicht nach Wunsch. Sie beklagte einen Defekt, hatte mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und fuhr als 17., 7:48 Minuten hinter Siegerin Nash, ins Ziel. (si)

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