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WunderspritzeSchusswunden verarzten – in 15 Sekunden

Wer angeschossen wird, kann neu auf schnelle Hilfe hoffen. Das US-Militär hat eine Spritze voller Schwämme entwickelt, die Blutungen von Schusswunden innert Sekunden stoppt.

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Wenn Soldaten auf dem Schlachtfeld durch eine Kugel verwundet werden, ist die sofortige Behandlung der Schusswunde meist schwierig. Besonders das Stillen der Blutung stellt die Sanitäter vor grosse Herausforderungen. Trotz Druckverbänden sterben viele nach einer Schusswunde an Verblutung.

Eine Firma in den USA hat nun zusammen mit dem US-Militär eine Schwamm-Spritze entwickelt, die Blutungen innerhalb von 15 Sekunden stoppen soll. Mit einer handgrossen Spritze werden dabei Dutzende kleine Schwämmchen in die Wunde gepresst. Diese saugen das Blut auf, dehnen sich aus und verstopfen so die Wunde.

100 Dollar pro Spritze

«Das geht so schnell. Wenn du die Wunde bandagieren willst, hat die Blutung schon gestoppt», sagt John Steinbaugh, Arzt bei den US-Spezialeinheiten. Das US-Militär ist vom neuen Blutstiller mit Namen XStat der Firma RevMedx überzeugt. Auch, weil drei Schwamm-Spritzen fünf grosse Bandagen-Rollen auf dem Schlachtfeld ersetzen können.

Rund 100 Dollar soll die Schwamm-Spritze kosten. Sollte sie in Massenproduktion gehen, könnte sie weitaus günstiger angeboten werden, so RedMedx.

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