Schutz für Juweliergeschäfte an der Bahnhofstrasse
Aktualisiert

Schutz für Juweliergeschäfte an der Bahnhofstrasse

Im Kampf gegen Rammbockeinbrüche in Bijouterien an der Bahnhofstrasse setzt die Stadt Zürich auf mechanisch versenkbare Poller.

25 Stück werden zwischen dem 6. und 24. November installiert. Bezahlt werden sie von den Geschäftsinhabern.

«Ein Poller kostet etwa 5500 Franken», sagte Patrick Frischknecht, Generaldirektor der Les Ambassadeur AG, auf Anfrage. Hinzu komme noch die Konzessionsgebühr von einigen hundert Franken pro Jahr für die Benutzung des öffentlichen Grundes.

Die Kosten für die Einbauarbeiten von rund 1400 Franken pro Poller übernimmt das städtische Tiefbauamt, wie dieses am Freitag in einem Communiqué mitteilte. Die Metallpfosten würden dort eingebaut, wo sie einen wichtigen und sinnvollen Bestandteil des gesamten Sicherheitskonzeptes eines Juweliergeschäfts bildeten.

Während der Geschäftsöffnungszeiten werden die Poller im Boden versenkt. Damit sie die Fussgängerinnen und Fussgänger in hochgefahrenem Zustand möglichst wenig behindern, werden sie entlang der Baumreihen platziert.

Das Tiefbauamt betont, dass die Poller lediglich ein Element in einem ganzen Paket von Sicherheitsmassnahmen darstellen. Bereits im August seien Bänke montiert worden, die nebst ihrer eigentlichen Funktion als Sitzfläche auch dem Schutz vor Rammbockeinbrüchen dienten.

Nicht zuletzt seien auch Massnahmen ergriffen worden, die nicht zu sehen seien und aus Sicherheitsgründen nicht bekanntgegeben würden, heisst es weiter.

Rammbockeinbrüche wurden in den letzten Jahren nicht nur in Städten wie Zürich, Basel, Genf und St. Gallen verübt, sondern auch etwa in Bülach. Im Kanton Zürich wurde seit 2001 die Methode - Einbrecher rammen mit einem Fahrzeug die Schaufenster und räumen diese aus - 45 Mal angewandt.

(sda)

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