Gross wie 60 Olympiabecken – Schutzbauten in Kandersteg fallen nochmal gigantischer aus
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Gross wie 60 OlympiabeckenSchutzbauten in Kandersteg fallen nochmal gigantischer aus

Hundert Meter lange Dämme oder ein gigantisches Becken: Das Jahrhundertprojekt in Kandersteg wird noch grösser. Und noch zeitintensiver.

von
Céline Meisel
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Die Schutzbauten am Oeschibach sind gewaltig. Und sie werden noch grösser.

Die Schutzbauten am Oeschibach sind gewaltig. Und sie werden noch grösser.

imago stock&people
Oberhalb des Oeschinensees ist eine grosse Steinmasse in Bewegung.

Oberhalb des Oeschinensees ist eine grosse Steinmasse in Bewegung.

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Im Tal gibt es bereits Präventivmassnahmen.

Im Tal gibt es bereits Präventivmassnahmen.

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Darum gehts

  • In Kandersteg gehen immer wieder Gerölllawinen ab.

  • Die bereits bestehenden Schutzmassnahmen werden jetzt noch weiter ausgebaut.

  • Das Projekt kostet elf Millionen Franken.

In den vergangenen Monaten donnerten immer wieder Felstranchen in das Tal, in dem auch Kandersteg liegt. Doch oberhalb des Oeschinensees könnten sich mehr als nur Felstranchen lösen. Dort, am Spitzen Stein sind rund 20 Millionen Kubikmeter loses Gestein in Bewegung. Und das nicht langsam, sondern in geologischen Massstäben rasend schnell.

Trotzdem besteht noch kein Grund zur Panik. Selbst im Worst-Case-Szenario ist nicht zu erwarten, dass Teile des Dorfes Kandersteg verschüttet werden. Die Felsstürze gehen in unbewohnte Gebiete ab. Vollständige Entwarnung kann trotzdem nicht gegeben werden: Im Nachgang von Felsstürzen kann sich das Material in Form von Murgängen trotzdem einen Weg in die Nähe des Dorfes bahnen, wie die «Berner Zeitung» berichtet.

Rückzugsort für Tiere

Um das Dorf vor den sogenannten Sekundärprozessen zu schützen, wurden zwei grosse Dämme gebaut. Diese sollten das Material auffangen. Doch nun sollen diese Dämme noch erhöht werden. Der Leitdamm um zwei, der Rückhaltedamm auf sechs Meter. Die Eingriffe ins Gelände sind massiv. Um Tieren trotzdem Unterschlupf bieten zu können, werden Steinhaufen und alte Wurzelstöcke auf dem Gelände platziert.

Auch der Geschiebeablagerungsplatz wird grösser. In Zukunft wird er 150’000 Kubikmeter Material aufnehmen können. Das entspricht einem Fassungsvermögen von 60 olympischen Schwimmbecken. Gemäss aktueller Planung wird das Projekt elf Millionen Franken kosten.

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