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Schutzbekleidung für die Piste boomt

Die Sicherheit liegt den Schweizer Wintersportlern am Herzen: In dieser Saison wurden bis zu 60% mehr Helme abgesetzt als im Vorjahr. Auch die Nachfrage nach Rückenprotektoren ist gestiegen.

«Dieses Jahr ist fantastisch», schwärmt Jan Feuz vom Helm-Lieferanten Scott, der in dieser Wintersaison bereits rund 16 000 oder 60% mehr Helme verkaufen konnte als im Vorjahr. Auch bei Alpina und Dainese gingen diese Saison bereits je 50% mehr Schutzhelme über den Ladentisch. Laut Feuz werden die Helme zu 70% von Kindern und zu 30% von Erwachsenen getragen.

Claude Benoit, Präsident des Sportfachhandel-Verbandes, führt diesen Boom auf die intensive Kampagne der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) zurück. «Aber auch die Industrie hat neue Modelle geschaffen, die nicht nur sicher, sondern auch schön sind», so Benoit.

Nur ein Kopfschutz reicht vielen Wintersportlern aber nicht: «Die Nachfrage nach

Rückenprotektoren ist fast explosionsartig gestiegen», so Dainese-Generalimporteur Walter Schwab. Die Verkaufszahl sei in den letzten 2 Jahren um je 30% auf 30 000 gestiegen. Die Rückenpanzer, die zu einem Drittel von Jugendlichen und zwei Drittel von Erwachsenen getragen werden, hätten sich nun auch bei Normalfahrern etabliert.

«Rückenprotektoren sind empfehlenswert, jedoch weniger zwingend als Helme», so BFU-Sprecher Rolf Moning: Verletzungen am Rücken kämen mit 8,4% weniger häufig vor als jene am Kopf (13,6%).

Cornelia Stauffer

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