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Bekommen in Basel alle Schutz?Schutzräume in Basel-Stadt reichen nicht für alle

In der Schweiz reichen die Schutzplätze nicht für alle aus, das zeigt eine Auswertung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz.

Zwar hätten mehr als 100 Prozent der 8,6 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner Platz, aber die Plätze seien nicht gut verteilt. Denn in einigen Kantonen gibt es zu viele Schutzräume, in anderen zu wenig. Im Kanton Basel-Stadt zum Beispiel hat es nur Platz für 80 % der Bevölkerung. «Die Bautätigkeit dieser Schutzräume hat in der Mitte des 20. Jahrhunderts eingesetzt. Wir haben im Kanton Basel-Stadt häufig eine Bausubstanz, die älter ist als das. Aus diesem Grund haben wir eine relativ tiefe Abdeckungsquote von rund 80 Prozent», sagt Toprak Yerguz, Polizeisprecher Basel-Stadt, gegenüber 20 Minuten.

Schutzräume in den alten Bauten zu erstellen, sei schier unmöglich. Trotzdem: Angst haben müssen die Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons Basel-Stadt nicht, behaupten die Behörden. Der Zivilschutz arbeite mit einer Eventualplanung, eine Überbelegung ist darin vorgesehen. Konkret heisst das, dass man dann mehr Leute in einem Raum hat, als eigentlich vorgesehen. Woche für Woche wird geschaut, wo sich die Bevölkerung befindet und wie man ihr Schutzräume zuteilen kann. Der Polizeisprecher erweitert: «Die Zuweisung dieser Schutzräume ist immer tages- oder wochenaktuell. Deshalb wird das auch nicht publiziert. Denn die Leute merken sich den Schutzraum und erkundigen sich nachher nicht mehr. Aber es kann zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr aktuell sein.»

Die Baslerinnen und Basler erfahren also erst im Ernstfall, wo sie Schutz finden würden. Überall in den Liegenschaften werden dann gelbe Zettel angebracht. Darauf sei dann ersichtlich, welchem Schutzraum man zugewiesen wurde.

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(Team Video News)

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