Schutzwälder nachhaltiger pflegen
Aktualisiert

Schutzwälder nachhaltiger pflegen

Der Schutzwald in der Schweiz soll nachhaltiger gepflegt werden. Das BUWAL präsentierte am Dienstag in Weesen (SG) eine neue Wegleitung, die den Praktikern Beurteilungs- und Entscheidhilfen bieten soll.

Künftig soll die Anwendung der Methodik eine Bedingung für den Erhalt von Subventionen sein.

Den Kantonen und Waldeigentümern stehen jährlich rund 40 Millionen Franken Bundesgelder für die Pflege und den Unterhalt des Schutzwaldes zur Verfügung, wie BUWAL-Forstdirektor Werner Schärer an einer Medienkonferenz sagte. Mit der neuen Wegleitung sollen die Praktiker nun konkrete Beurteilungs- und Entscheidhilfen für die tägliche Arbeit im Wald erhalten. Ebenso wichtig wie die Auswahl der richtigen Pflegemassnahmen ist laut Schärer aber auch die Kontrolle der Wirksamkeit. Für das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) werde die Anwendung der Methodik der neuen Wegleitung künftig eine Bedingung für den Erhalt der Subventionen sein. Mit dieser Methodik werde es bis in einigen Jahren erstmals möglich sein, den Pflegebedarf aller Schutzwälder in der Schweiz zu erfassen, die finanziellen Konsequenzen aufzuzeigen und dem Sicherheitsrisiko gegenüberzustellen, das entstehe, wenn notwendige Schutzwaldpflege vernachlässigt werde, sagte Schärer laut Redetext.

Der Schutzwald ist eine der waldpolitischen Prioritäten des Bundes. Die vom Bundesrat Ende Juni in die Vernehmlassung geschickte Teilrevision des Waldgesetzes sieht vor, dass der Bund künftig seine finanziellen Mittel auf den Schutzwald und die biologische Vielfalt konzentriert.

(dapd)

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