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Tödliche SchneedeckeSchwache Greifvögel fallen reihenweise vom Himmel

Weil sie in der schneebedeckten Landschaft nicht mehr genug Futter finden, fallen Greifvögel reihenweise geschwächt vom Himmel.

von
lz
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Der bitterkalte Januar macht nicht nur den Menschen zu schaffen, auch gewisse Tiere haben damit Mühe. So auch die Greifvögel, welche in der schneebedeckten Landschaft keine Beutetiere mehr finden.

Der bitterkalte Januar macht nicht nur den Menschen zu schaffen, auch gewisse Tiere haben damit Mühe. So auch die Greifvögel, welche in der schneebedeckten Landschaft keine Beutetiere mehr finden.

Keystone/Steffen Schmidt
Das hat gravierende Konsequenzen: «Greifvögel können etwa drei bis fünf Tage ohne Futter überleben, dabei bildet sich ihr Brustmuskel zurück und sie können zum Schluss nicht mehr fliegen», sagt Andreas Lischke (Bild), Leiter der Greifvogelstation Berg am Irchel, die von Spenden lebt.

Das hat gravierende Konsequenzen: «Greifvögel können etwa drei bis fünf Tage ohne Futter überleben, dabei bildet sich ihr Brustmuskel zurück und sie können zum Schluss nicht mehr fliegen», sagt Andreas Lischke (Bild), Leiter der Greifvogelstation Berg am Irchel, die von Spenden lebt.

Felix Schmid
Er päppelt geschwächte Greifvögel auf und hat derzeit alle Hände voll zu tun. «Es befinden sich 31 Patienten in der Station, meist Mäusebussarde, aber auch Rotmilane, Turmfalken, Waldkäuze und ein Sperber.»

Er päppelt geschwächte Greifvögel auf und hat derzeit alle Hände voll zu tun. «Es befinden sich 31 Patienten in der Station, meist Mäusebussarde, aber auch Rotmilane, Turmfalken, Waldkäuze und ein Sperber.»

PanEco/Greifvogelstation

Der bitterkalte Januar macht nicht nur den Menschen zu schaffen, auch gewisse Tiere haben damit Mühe. So auch die Greifvögel, die in der schneebedeckten Landschaft keine Beutetiere mehr finden. Das hat gravierende Konsequenzen: «Greifvögel können etwa drei bis fünf Tage ohne Futter überleben, dabei bildet sich ihr Brustmuskel zurück und sie können zum Schluss nicht mehr fliegen», sagt Andreas Lischke, Leiter der Greifvogelstation Berg am Irchel, die von Spenden lebt. Er päppelt geschwächte Greifvögel auf und hat derzeit alle Hände voll zu tun. «Es befinden sich 31 Patienten in der Station, meist Mäusebussarde, aber auch Rotmilane, Turmfalken, Waldkäuze und ein Sperber.»

Die Mäusebussarde würden ganz besonders unter den Wetterbedingungen leiden, weil ihre Ernährung so stark auf Mäuse spezialisiert ist. «Sie sollten eigentlich zwischen 750 und 1100 Gramm wiegen, bei uns kommen aber regelmässig Vögel an, die gerade noch 400 Gramm wiegen», so Lischke. Bei solch extrem ausgehungerten Tieren müsse er extrem vorsichtig vorgehen. «Wenn sie einfach mit Fleisch vollgestopft werden, können sie es nicht verdauen und es fängt in ihrem Magen an zu gären», das könne für die Tiere tödlich enden. Deshalb bekommen Lischkes Patienten zuerst meist nur Glukoselösung und Notnahrung zu fressen. Sie bleiben in der Regel zwei bis drei Wochen in den Volieren der Greifvogelstation und werden dann bei gutem Wetter wieder freigelassen.

Viele werden von Füchsen gefressen

«Unsere Patienten bilden aber nur die Spitze des Eisbergs», sagt Lischke. «Die meisten Tiere werden nachts von Füchsen gefressen, wenn sie zu schwach zum Fliegen sind. Viele verunglücken auch tödlich auf den Strassen.» Dafür könne man aber nicht nur den Winter verantwortlich machen. «Dieser lange Winter macht nur ein schon existierendes Problem deutlicher: Es hat viel zu viele verbaute Flächen und darum nicht genügend Beutetiere für die Greifvögel.»

Wer im Freien auf einen am Boden liegenden Greifvogel stösst, sollte sofort die nächstgelegene Greifvogelstation anrufen. «Wir sind rund um die Uhr erreichbar, im Notfall kommt auch die Tierrettung und übernimmt den Transport in die Station», sagt Lischke. In der Zwischenzeit sollte man den Vogel in Sicherheit bringen: «Man sollte ihn beherzt von hinten über die Schulter greifen und in eine Kartonschachtel setzen.»

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