Tokio: Schwache US-Daten belasten Aktienbörse
Aktualisiert

TokioSchwache US-Daten belasten Aktienbörse

Negative Konjunkturzeugnisse aus den USA haben auch in Asien die Aktienkurse zu Wochenbeginn belastet.

Die Stimmung für den Dollar trübte sich damit weiter ein, was wiederum den Euro zeitweise auf den höchsten Stand seit einem Monat steigen liess.

Der schwache Arbeitsmarktbericht für die USA im Mai bestätigte, dass sich die weltgrösste Volkswirtschaft offenbar in einer langsameren Gangart bewegt. Im Fokus der Anleger dürften diese Woche neben der EZB-Sitzung auch die geldpolitischen Entscheidungen der Bank von England sowie diejenige in Australien und Südkorea stehen.

In Tokio schloss Nikkei-Index knapp 1,2 Prozent schwächer bei 9380 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index verlor bis Handelsschluss rund ein Prozent und notierte schliesslich bei 807 Zählern. Händler in Tokio zeigten sich besorgt über den langsamen Aufbau von Arbeitsplätzen in den USA - der geringste seit acht Monaten, den ein Bericht am Freitag signalisiert hatte.

Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand erneut der Betreiber des Katastrophen-AKW Fukushima, Tepco. Dessen Aktien büssten etwa ein Viertel ihres Wertes ein, nachdem der Chef der Tokioter Börse mit den Worten zitiert wurde, der Betreiber solle eine gerichtlich angewiesene Restrukturierung anstreben. Dies belastete auch andere Unternehmen der Branche: So verlor etwa auch Kansai Electric Power knapp neun Prozent an Börsenwert.

Die Umsätze an der Börse in Tokio waren nach Angaben von Marktteilnehmern relativ gering, da die Börsen in China, Hongkong, Taiwan und Südkorea wegen eines Feiertages geschlossen blieben.

(sda)

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