Schwacher Franken lockt Touristen in die Schweiz
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Schwacher Franken lockt Touristen in die Schweiz

Während die Schweizer im Auslandurlaub über die hohen Preise stöhnen, lockt der schwache Franken en masse Touristen in die Schweiz.

Ein Hotelzimmer oder ein Fondue ist für Touristen in der Schweiz massiv billiger geworden. Erhielten die Feriengäste aus den Euroländern 2002 für 100 Euro 145 Franken, gibt es heute 165 Franken – das sind satte 13,8 Prozent mehr. Das Argument zieht: Laut Schweiz Tourismus stieg die Zahl der Logiernächte in den Städten von Januar bis Juli um 6,9 Prozent.

«Der günstige Euro-/Frankenkurs spielt beim momentanen Aufschwung eine wichtige Rolle», sagte Marcel Perren, Direktor von Luzern Tourismus, im «SonntagsBlick». Setze sich der Trend zum zweiten Halbjahr fort, dürfte sich 2007 die Zahl der Übernachtungen in den Hotels der Städte um über 700 000 auf 10,9 Millionen erhöhen.

Wie die Statistik zeigt, gibt ein Gast im Schnitt 172 Franken pro Tag aus. Daher dürften 2007 die Touristen gut 120 Millionen Franken mehr ausgeben als letztes Jahr.

Die Kehrseite: Das Portemonnaie von Schweizer Urlaubern wird strapaziert. Seit der Einführung des Euro in Italien kostet eine Pizza gut doppelt so viel wie zuvor. Und eine Trendwende ist laut Markus Wattinger, Anlagechef bei der Migrosbank, in den nächsten zwei bis drei Monaten nicht in Sicht.

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