Aktualisiert

Super LeagueSchwaches GC mit glücklichem Punktgewinn

Noch ohne Murat Yakin: GC kommt unter Ausbildungschef Kuzmanovic in Lausanne nicht über ein 1:1 hinaus. Thun geht im Tessin unter.

von
ll
1 / 6
Lugano weiter im Hoch: Die Tessiner schiessen den FC Thun gleich mit 4:1 ab.

Lugano weiter im Hoch: Die Tessiner schiessen den FC Thun gleich mit 4:1 ab.

Keystone/Davide Agosta
Beneidenswerte Form: Der Thuner Marvin Spielmann trifft auch im Tessin. Der Stürmer trifft per Kopf zum 2:1 kurz vor der Pause.

Beneidenswerte Form: Der Thuner Marvin Spielmann trifft auch im Tessin. Der Stürmer trifft per Kopf zum 2:1 kurz vor der Pause.

Keystone/Davide Agosta
Immer einen Schritt zu spät: Nach der Führung spielt Lausanne gross auf und lässt GC alt aussehen.

Immer einen Schritt zu spät: Nach der Führung spielt Lausanne gross auf und lässt GC alt aussehen.

Keystone/Laurent Gillieron

Die Waadtländer hatten für einmal ein wenig Glück im Spielverlauf. Nach 26 Minute glückte Francesco Margiotta nach einem Lauf nach rechts ein wunderbarer Schuss aus gut 20 Metern. Der Ball schlug beim rechten Lattenkreuz an die Unterkante der Latte und flog von dort hinter die Torlinie. Vor diesem Tor hatten die Waadtländer keinen einzigen Angriff zustande gebracht, während die Grasshoppers durch Jeffren nach 13 Minuten hätten in Führung gehen können. Der Venezolaner verzog aber seinen Schuss aus spitzem Winkel.

Es zeigte sich einmal mehr, wie wertvoll Torschütze Margiotta für die Mannschaft von Fabio Celestini sein kann. Der Italiener erzielte zu Beginn der letzten Saison acht Meisterschaftstore und war bis dorthin weit vorne in der Torschützenliste der Super League. Dann verletzte er sich und fiel für den Rest der Saison aus. In der neuen Meisterschaft hat er nunmehr auch wieder dreimal getroffen, obwohl es seinem Team noch überhaupt nicht nach Wunsch gelaufen ist.

Glücklicher Ausgleich für die Gäste

War die 1:0-Führung aus dem Nichts gekommen, beklagten die Waadtländer Pech, denn die Grasshoppers verdienten den Ausgleich mit einer äusserst diskreten Leistung in der zweiten Halbzeit nicht. Für das 1:1 nach 74 Minuten benötigten die Zürcher einen Foulpenalty, den ihnen Schiedsrichter Adrien Jaccottet offeriert hatte. Jaccottet wollte ein Foul am kurz vorher eingewechselten Michal Fasko gesehen haben. Runar Sigurjonsson verwertete der Penalty souverän.

Nach der Absetzung von Carlos Bernegger und bevor Murat Yakin am Montag das Szepter als neuer Cheftrainer übernehmen wird, war das Spiel in Lausanne aus Sicht der Hoppers als kaum bewertbares Intermezzo zu werten. Mit seiner einmaligen Tätigkeit als Chefcoach konnte Berneggers Assistent Boro Kuzmanovic offenbar nicht viel Einfluss nehmen. Im Vergleich zur überzeugenden Leistung beim 2:0-Heimsieg gegen St. Gallen fehlte es den Zürchern an der Fähigkeit, den bescheidenen Gegner zumindest phasenweise unter Druck zu setzen. Andererseits war auch der Auftritt der Lausanner sehr fad.

Lugano weiter im Hoch

In der 27. und in der 59. Minute traf der schwedische Stürmer Alexander Gerndt zum 2:0 und 3:1 und schoss dabei seine ersten beiden Tore für seinen neuen Arbeitgeber nach seinem Wechsel von Bern ins Tessin. Dazwischen hatte Marvin Spielmann kurz vor der Pause für die Gäste aus dem Berner Oberland auf 1:2 verkürzt, womit der 21-jährige Mittelfeldspieler mit seinem bereits fünften Saisontor in der Torschützenliste zu Ricky van Wolfswinkel vom FC Basel aufschloss.

Nach zwei Niederlagen zum Auftakt findet Lugano unter Pierluigi Tami immer besser den Tritt. Die Tessiner sind seit mittlerweile vier Partien ungeschlagen, zuletzt holten sie auch auswärts in Basel einen Punkt. In der Tabelle schloss der Europa-League-Teilnehmer zumindest bis Sonntag zum viertklassierten Luzern auf. Die Thuner kassierten nach zwei klaren Siegen in Folge wieder eine Niederlage. Die Berner Oberländer sind die bislang attraktivste Mannschaft der Liga. In den Spielen mit Thuner Beteiligung fielen im Schnitt jeweils fast vier Treffer.

Lausanne - Grasshoppers 1:1 (1:0)

3429 Zuschauer - SR Jaccottet

Tore: 26. Margiotta (Bojinov) 1:0. 74. Sigurjonsson (Foulpenalty) 1:1.

Lausanne: Castella; Marin (12. Gétaz), Monteiro, Manière, Rochat; Campo (77. Mesbah), Tejeda, Maccoppi, Geissmann; Margiotta, Bojinov (72. Torres).

Grasshoppers: Lindner; Lavanchy, Bergström, Zesiger, Doumbia; Bajrami, Sigurjonsson, Pusic (79. Fazliu); Jeffren (69. Fasko), Bahoui (81. Munsy), Andersen.

Bemerkungen: Lausanne ohne Kololli und Pasche (beide nicht im Aufgebot). Marin verletzt ausgeschieden. Grasshoppers ohne Vilotic, Basic, Djuricin, Brahimi (alle verletzt) und Pnishi (nicht im Aufgebot).

Verwarnungen: 52. Zesiger (Reklamieren), 54. Maccoppi (Foul), 73. Monteiro (Foul), 79. Bahoui (Schwalbe).

Lugano - Thun 4:1 (2:1)

3405 Zuschauer - SR Hänni

Tore: 4. Crnigoj (Mariani) 1:0. 27. Gerndt (Mariani) 2:0. 44. Spielmann (Tosetti) 2:1. 59. Gerndt (Sabbatini) 3:1. 92. Sabbatibi (Foulpenty) 4:1.

Lugano: Da Costa; Rouiller, Sulmoni, Golemic; Piccinocchi; Crnigoj, Mariani (69. Milosavljevic), Piccinocchi, Sabbatini, Mihajlovic; Gerndt (64. Carlinhos), Marzouk )80. Bottani).

Thun: Faivre; Uche (70. Ferreira), Bürgy, Gelmi, Facchinetti, Tosetti, Sutter (80. Da Silva), Hediger, Spielmann; Hunziker (46. Peyretti), Rapp.

Bemerkungen: Lugano ohne Ledesma (gesperrt), Jozinovic, Guidotti (beide verletzt), Culina und Padalino (beide rekonvaleszent). Mariani verletzt ausgeschieden. Thun ohne Sorgic, Bigler, Rodrigues, Kablan und Lauper (alle verletzt).

Verwarnungen: 32. Uche (Foul), 92. Peyretti (Foul).

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.