Interview mit Philippe Graber: «Schwächen wie Uncoolness gefallen mir»
Aktualisiert

Interview mit Philippe Graber«Schwächen wie Uncoolness gefallen mir»

Derzeit ist Philippe Graber als der scheue Emil im Film «Der Freund» auf den Schweizer Kinoleinwänden zu sehen. Im Interview gibt er Einblicke hinter die Kulissen und in seinen Werdegang zum Schauspieler.

Früher waren Sie Detailhandelsangestellter. Wie sind Sie zum Film gekommen?

Philippe Graber: Direkt nach

meiner Ausbildung zum Detailhandelsangestellten habe ich die Hochschule für Musik und Theater Zürich absolviert. Danach habe ich mich erst mal nur ums Theater gekümmert. Leander Haussmann, ein von mir heiss geliebter Regisseur, bot mir dann eine Nebenrolle in seinem Film «NVA» an.

Sie verkörpern den scheuen Emil. Was gefällt Ihnen an dieser Figur?

Graber: Mir gefällt, dass er ein Träumer ist. Auch ist er ein feiner, einfühlsamer Kerl. Aber auch seine Schwächen wie mangelnde Durchsetzungskraft, Schüchternheit oder Uncoolness gefallen mir – wie mir Schwächen überhaupt gefallen.

Ist Emil nicht mutlos, da er es nicht schafft, die Wahrheit zu sagen?

Graber: Im letzten Moment schafft er es ja doch noch. Ausserdem braucht es eben Mut, um mutig zu sein. Wer ist schon immer so mutig, wie er es gerne wäre?

Sie stehen oft auf der Bühne. Wie haben Sie die Dreharbeiten erlebt?

Graber: Es war einfach toll. Micha Lewinsky und die Filmproduzentenfamilie Lang haben eine super Truppe zusammengestellt, und

damit meine ich nicht nur die Schauspieler, sondern alle Beteiligten. Beim Film ist das, neben dem Buch, die halbe Miete.

Sie sind nicht nur Schauspieler, sondern haben auch Ihre eigene Filmproduktionsfirma. Werden Sie bald selbst einen Kinospielfilm drehen?

Graber: Im Oktober 2006 habe ich mit Christoph Kohler die Graber Filme GmbH gegründet, mit dem Ziel, Filme zu machen, wie sie uns gefallen, und wie wir sie sehen wollen.

Deine Meinung