Schwächeres Wachstum für 2007
Aktualisiert

Schwächeres Wachstum für 2007

Der letzte Konjunkturindikator dieses Jahres untermauert die Prognosen für eine Abschwächung des Wachstums der Schweizer Wirtschaft im nächsten Jahr. Das KOF-Konjunkturbarometer sank im Dezember zum fünften Mal in Folge, allerdings etwas langsamer als im Vormonat.

Das von der Konjunkturforschungsstelle (KOF) an der ETH Zürich monatlich berechnete Konjunkturbarometer fiel im Dezember auf 1,60, wie die KOF am Freitag mitteilte. Die revidierten Zahlen der beiden vorangegangenen Monate von 1,75 für November und 1,95 für Oktober zeigen, dass sich der Rückgang leicht verlangsamt hat. Die Entwicklung des Barometers prognostiziert unter Berücksichtigung des Vorlaufs von zwei Quartalen, dass sich das Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) bis zum Jahresende noch beschleunigt hat, in der ersten Hälfte 2007 aber spürbar verlangsamen wird.

Die weiteren Daten der einzelnen Module machen laut KOF deutlich, dass in der Gesamtwirtschaft ohne Baugewerbe und Kreditgewerbe die seit Jahresmitte nach unten zeigende Tendenz anhält. Am deutlichsten ist dies in der Industrie zu beobachten. Nach unten zeigen auch die Exporte in die EU. Beim Schweizer Konsum ist der zuvor beobachtete leichte Rückgang hingegen zum Stillstand gekommen. Rückläufig blieb das Modul Baugewerbe, während die KOF beim Kreditgewerbe erste Anzeichen für ein Ende der Abwärtsbewegung ausmachte.

Die Ökonomen sind sich einig, dass sich das Wirtschaftswachstum 2007 verlangsamen wird. Die Prognosen schwanken zurzeit zwischen einer Zunahme des BIP von 1,5 und 2,2 Prozent. Die KOF selber rechnet mit 2,1 Prozent Wachstum. 2006 wird mit einem realen Wachstum von schätzungsweise 2,7 Prozent als bestes Wirtschaftsjahr seit 2000 in die Annalen eingehen. (dapd)

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