Rorschach: Schwäne brüten schon wieder zu nah am Wasser

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RorschachSchwäne brüten schon wieder zu nah am Wasser

Wie jedes Jahr hat ein Schwanenpaar in Rorschach sein Nest zu nah am Wasser gebaut und gefährdet damit den Nachwuchs. Unternommen wird vorerst nichts. Wird es wieder Zoff geben?

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Seit einigen Tagen brütet ein Schwanenpaar in Rorschach wieder gefährlich nahe am Bodenseeufer bei der Fussgängerzone.

Seit einigen Tagen brütet ein Schwanenpaar in Rorschach wieder gefährlich nahe am Bodenseeufer bei der Fussgängerzone.

Rorschacher Echo
Steigt das Wasser, könnte der Nachwuchs weggespült werden.

Steigt das Wasser, könnte der Nachwuchs weggespült werden.

Rorschacher Echo
Es dürfte sich um dieselben Schwäne handeln, die schon in den letzten Jahren immer wieder für Gesprächsstoff sorgten – und böse Worte. Die Schwäne seien halt wirklich ungeschickt gewesen in der Wahl ihres Standortes, sagte Wildhüter Mirko Calderara damals.

Es dürfte sich um dieselben Schwäne handeln, die schon in den letzten Jahren immer wieder für Gesprächsstoff sorgten – und böse Worte. Die Schwäne seien halt wirklich ungeschickt gewesen in der Wahl ihres Standortes, sagte Wildhüter Mirko Calderara damals.

Rorschacher Echo

Schwäne suchen sich jedes Jahr den gleichen Brutplatz aus – manchmal auch, wenn er für den Nachwuchs tödlich sein kann. Seit einigen Tagen brütet ein Schwanenpaar in Rorschach wieder gefährlich nahe am Bodenseeufer bei der Fussgängerzone. Am Mittwoch lag laut dem Online-Portal «Rorschacher Echo» bereits ein Ei im Nest. Steigt das Wasser, könnte der Nachwuchs weggespült werden.

Es dürfte sich um dieselben Schwäne handeln, die schon in den letzten Jahren immer wieder für Gesprächsstoff sorgten – und böse Worte. Die Schwäne seien halt wirklich ungeschickt gewesen in der Wahl ihres Standortes, sagt Wildhüter Mirko Calderara. Weil er die Schwäne als «blöd» bezeichnet und sich geweigert hatte, das Nest zu verschieben, riefen ihn betrunkene Frauen spätabends an, um ihn zu beschimpfen. Wie Calderara damals zu 20 Minuten sagte, nütze das Wegtragen des Nests jedoch nichts, da die Tiere das Nest danach nicht mehr akzeptieren würden. Der Mensch solle grundsätzlich nicht in die Natur eingreifen.

«Was im Schlachthaus passiert, kümmert niemanden»

Schliesslich wurde das Nest wegen des öffentlichen Drucks doch noch mit Sandsäcken geschützt, was laut Calderara eine reine Beruhigungsmassnahme war. Im aktuellen Fall hat sich die Situation noch nicht so zugespitzt, weil das Nest erst seit wenigen Tagen steht. «Das Schwanenpaar wird aber ein publikumsintensives Wochenende haben», vermutet Res Lerch vom «Rorschacher Echo». Ob dann wieder Massnahmen gefordert werden, ist offen.

Die Vogelschützer halten ein Eingreifen für zu verfrüht: «Wir werden jetzt abwarten und sehen, was passiert», sagt Dora Müller von der Stiftung Wildvogelpflegestation St. Gallen und Umgebung. «Irgendwann müssen diese Schwäne auch lernen, dass ihr Standort nicht optimal ist.» Man müsse die Situation im Auge behalten und gegebenenfalls Massnahmen ergreifen, so Müller. Etwas findet sie an der Geschichte um die Schwäne dennoch bemerkenswert: «Es ist erstaunlich, wie wenig sich die Leute darum kümmern, was im Schlachthaus passiert, dann aber wegen Schwänen derart Druck aufbauen.»

Seit Mittwoch haben die Schwäne übrigens zwei Eier mehr im Nest, wie Lerch vermeldet. (20 Minuten)

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