Wildtiere: Schwanenplage: Keine einfache Lösung in Sicht
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WildtiereSchwanenplage: Keine einfache Lösung in Sicht

In der Nähe des Flugplatzes zwischen Ennetbürgen und Buochs sorgen rund 30 Schwäne für Aufregung. Nun soll sich der Kanton Nidwalden einschalten.

von
zfo
Über 30 Schwäne sind auf der Allmend zwischen Ennetbürgen und Buochs Zuhause.

Über 30 Schwäne sind auf der Allmend zwischen Ennetbürgen und Buochs Zuhause.

«Eines der Probleme ist die Verkotung der Wiesen», sagt der Nidwaldner Landrat Martin Zimmermann (SVP), «denn das Gras kann nicht mehr an Kühe verfüttert werden.» Dies bedeute für die Bauern Ertragsausfälle. Schwäne seien auch wiederholt auf der Strasse gesichtet worden: «So entsteht ein hohes Unfallrisiko.»

Über 30 Schwäne halten sich nahe am Flugplatz zwischen Ennetbürgen und Buochs auf. Zimmermann: «Dadurch können sie sogar den Flugbetrieb gefährden.» Deswegen hat er nun eine kleine Anfrage beim Regierungsrat eingereicht: «Es ist Sache des Kantons dieses Problem zu regeln», so der SVP-Mann.

Knallkörper und farbige Bänder

Es sei eine schwierige Situation, sagt Fabian Bieri, Leiter Jagd und Fischerei Nidwalden: «Schwäne sind eidgenössisch geschützt, wir können sie nicht einfach abschiessen.» Er habe seit längerem Kenntnis von der Problematik: «Wir haben Fütterungsverbotstafeln aufstellen lassen», so Bieri. Ausserdem habe man versucht, die Schwäne mit Knallkörpern und farbigen Bändern zu vertreiben. Bieri: «Das Problem wird dadurch jedoch von einem Bauern zum nächsten verschoben.»

Der zuständige Regierungsrat habe nun Bauern, Gemeindevertreter, Flugplatzverantwortliche und Korporationen zu einem Runden Tisch eingeladen, um die Schäden zu ermitteln und das weitere Vorgehen zu besprechen.

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