US-Staat Alabama: Schwangere wird nicht für Baby-Tod angeklagt
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US-Staat AlabamaSchwangere wird nicht für Baby-Tod angeklagt

Einer Frau aus Alabama wurde bei einem Streit in den Bauch geschossen. Sie verlor ihr ungeborenes Kind. Sie wird nun doch nicht dafür angeklagt.

von
chk
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Marshae Jones (27) verlor bei einer Schiesserei im Dezember 2018 ihr ungeborenes Baby. Obwohl sie nicht die Schützin war, wurde sie Ende Juni festgenommen und angeklagt. Nun wurde die Anklage gegen sie fallen gelassen.

Marshae Jones (27) verlor bei einer Schiesserei im Dezember 2018 ihr ungeborenes Baby. Obwohl sie nicht die Schützin war, wurde sie Ende Juni festgenommen und angeklagt. Nun wurde die Anklage gegen sie fallen gelassen.

Der Grund: Die Schwangere soll den Streit angezettelt und weiter angeheizt haben.

Der Grund: Die Schwangere soll den Streit angezettelt und weiter angeheizt haben.

Keystone/Gaetan Bally
«Die Ermittlungen haben gezeigt, dass das einzig wahre Opfer das ungeborene Baby war», zitierten US-Medien den Polizisten Danny Reid. «Es war die Mutter des Kindes, die den Streit, der zum Tod ihres ungeborenen Babys führte, angefangen und weitergeführt hat.»

«Die Ermittlungen haben gezeigt, dass das einzig wahre Opfer das ungeborene Baby war», zitierten US-Medien den Polizisten Danny Reid. «Es war die Mutter des Kindes, die den Streit, der zum Tod ihres ungeborenen Babys führte, angefangen und weitergeführt hat.»

AP/Lisa Marie Pane

Eine Frau, die im Streit mit einer anderen Frau angeschossen wurde und dabei ihr ungeborenes Kind verlor, steht in den USA nicht mehr wegen Totschlags unter Anklage. Die Staatsanwältin in Jefferson County im Bundesstaat Alabama, Lynneice Washington, sagte am Mittwoch, sie sei zu dem Schluss gekommen, dass es nicht der Gerechtigkeit diene, den Fall weiter zu verfolgen.

«Daher stelle ich das Verfahren ein.» Ein Geschworenengericht hatte der 27-Jährigen vorgeworfen, den Streit begonnen zu haben und damit für den Tod ihres ungeborenen Kindes verantwortlich zu sein.

Medienberichten zufolge hatte sich die 27-Jährige Anfang Dezember mit einer anderen Frau auf dem Parkplatz eines Ladens in Pleasant Grove westlich der Stadt Birmingham über den Vater des ungeborenen Kindes gestritten. Sie sei damals im 5. Monat schwanger gewesen. Die andere Frau habe in Notwehr auf sie geschossen, hiess es. Alabama gehört den Angaben zufolge zu den US-Staaten, die einen Fötus bei Gewalttaten gegen Schwangere als Opfer anerkennen.

Washington sagte bei einer Pressekonferenz, es handele sich um einen «wirklich verstörenden und herzzerreissenden Fall», bei dem es nur Verlierer, aber keine Gewinner gebe. Ein ungeborenes Kind sei auf tragische Weise verloren worden. «Nichts, nichts, nichts, was wir heute oder in der Zukunft tun, wird an dieser Realität etwas ändern.» (chk/sda)

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