Schwankende Gebäude in Jakarta
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Schwankende Gebäude in Jakarta

Ein starkes Erdbeben hat heute das Gebiet um die indonesische Hauptstadt Jakarta erschüttert. Das Beben hatte nach Angaben des Geologischen Dienstes der USA die Stärke 7,3.

Die indonesische Hauptinsel Java ist am Mittwoch von einem Erdbeben der Stärke 7,4 erschüttert worden. Berichte über Opfer oder Schäden lagen zunächst nicht vor, wie die US-Erdbebenwarte mitteilte.

Das Epizentrum des Bebens lag nur rund 110 Kilometer von der Hauptstadt Jakarta entfernt im Meer. Eine Warnung vor einem Tsunami wurde nicht ausgegeben. Das Beben hatte sich mit rund 282 Kilometern in sehr grosser Tiefe ereignet.

Indonesischen Angaben zufolge zitterte noch in hunderten Kilometern Entfernung die Erde. Menschen liefen in Panik aus ihren Wohnungen. Hochhäuser wurden kurz nach dem Beben um Mitternacht evakuiert.

Java ist die am dichtesten besiedelte indonesische Insel. Jedes Jahr wird der riesige Archipel von hunderten von Erdbeben heimgesucht, von denen aber nur die wenigsten schwere Schäden anrichten.

Bereits Ende Juli erschütterte ein Erdbeben der Stärke 6,6 den Osten von Indonesien. Das Epizentrum lag in einer Tiefe von 88 Kilometern. Eine Tsunami-Warnung wurde nach kurzer Zeit jedoch wieder aufgehoben.

Indonesien liegt in einer seismisch äussert aktiven Zone, dem so genannten Ring aus Feuer, der sich um den Pazifik zieht. An Weihnachten 2004 richtete ein Beben der Stärke 9,0 im Norden der Insel Sumatra verheerende Schäden an und löste einen Tsunami aus, der rund um den Indischen Ozean etwa 220 000 Menschen tötete. (sda)

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