Schwarze fühlen sich häufig nicht akzeptiert
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Schwarze fühlen sich häufig nicht akzeptiert

Abschätzige Blicke, Missachtung oder Beschimpfungen: Schwarze Menschen fühlen sich in der Schweiz zwar integriert, aber zu wenig akzeptiert.

Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (EKR). Viele der befragten Schwarzen würden sich zwar in ihrer Arbeitswelt und auf sozialer Ebene integriert fühlen. Sie schilderten aber Schwierigkeiten, akzeptiert zu werden.

Als Zeichen von Abweisung werten viele von ihnen Blicke auf der Strasse. «Sie sehen mich als fremd an», war eine oft gemachte Aussage. Auch bleibe der Platz neben Schwarzen im Tram oft leer. Jeder zweite Befragte sei schon mehr als einmal auf Grund seiner Hautfarbe beschimpft worden. Polizeiliche Übergriffe seien die häufigsten Formen rassistisch motivierter Gewalt.

Laut EKR sind Schwarze mit Schweizer Staatsbürgerschaft am härtesten betroffen. Sie würden als fremd und delinquent angesehen und ihrer Heimat beraubt. «Wenn man eine andere Hautfarbe hat, ist man nicht als Schweizerin in der Schweiz akzeptiert», äusserte sich eine Befragte.

Die Studienautoren empfehlen die Schaffung einer Ombudsstelle und mehr Hilfe zur Integration.

(AP/SDA)

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