Aktualisiert 23.01.2008 09:42

Schwarze pushen Obama im Süden

Im Rennen um die US- Präsidentschaftskandidatur der Demokraten zieht Barack Obama als klarer Favorit in die nächste Vorwahlrunde. In South Carolina kann er laut Umfragen am Samstag auf die grosse Unterstützung schwarzer Wähler zählen.

In einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage von Reuters, C-Span und Zogby sprachen sich 43 Prozent der Wählerinnen und Wähler in South Carolina für den afroamerikanischen Senator aus Illinois aus.

Ganze 18 Punkte dahinter rangierte seine schärfste innerparteiliche Konkurrentin Hillary Clinton. Abgeschlagen dritter wurde John Edwards, ein ehemaliger Senator von North Carolina.

Obama konnte vor allem die schwarze Bevölkerung hinter sich vereinen. Sie wird voraussichtlich mehr als die Hälfte aller Wähler ausmachen, die am Samstag an der Abstimmung der Demokraten teilnehmen.

65 Prozent der befragten Afroamerikaner gaben an, für Obama zu sein. Nur 16 Prozent stimmten für die New Yorker Senatorin Clinton, deren Mann, Ex-Präsident Bill Clinton, bei Schwarzen hohes Ansehen geniesst.

Als wichtigstes Thema wurde mit grossem Abstand die prekäre Wirtschaftslage genannt, gefolgt von dem umstrittenen Irak-Einsatz.

Noch nicht entschieden

Der Meinungsforscher John Zogby betonte, dass noch etwa 14 Prozent der Wähler in South Carolina unentschieden seien. Zudem hätten 20 Prozent der Befragten angegeben, ihre Meinung möglicherweise noch einmal zu ändern. Die Fehlerquote der Erhebung lag bei 3,4 Prozentpunkten.

Clinton konnte sich bisher in zwei Vorwahlen der Demokraten durchsetzen, darunter in New Hampshire, wo Umfragen noch einen deutlichen Vorsprung Obamas vorausgesagt hatten. Obama verbuchte bisher einen Vorwahlsieg.

Die Republikaner hatten bereits am vergangenen Samstag in South Carolina ihre Vorwahl abgehalten. Sieger wurde John McCain, Senator aus Arizona.

(sda)

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