Schwarze Serie in US-Minen
Aktualisiert

Schwarze Serie in US-Minen

Während es nach wie vor kein Lebenszeichen der sechs verschütteten Kumpel in der Mine in Utah gibt, haben bei einem weiteren Unglück in Indiana drei Bergleute ihr Leben verloren.

Die Hoffnungen auf ein Lebenszeichen der verschütteten Bergleuten im US-Staat Utah haben sich am Freitag zunächst zerschlagen. Rettungsmannschaften senkten am Morgen mitteleuropäischer Sommerzeit ein Mikrofon durch ein etwa 500 Meter tiefes Bohrloch an den Ort herab, an dem die Kumpel Untertage vermutet werden. Es wurden jedoch keine Geräusche aufgefangen. Experten schlossen nicht aus, dass der Bohrer das Ziel verfehlt habe.

So enttäuschend auch die bisherigen Nachrichten seien, gebe es keinen Grund, die Hoffnung aufzugeben, dass die Bergleute am Leben seien. Ähnlich hatte sich am Morgen auch Bergwerkschef Robert Murray geäussert. Er verwies unter anderem auf erste Messungen in dem vom Bohrer erreichten Hohlraum, die auf eine gute Luftqualität hindeuteten.

Weitere Zugangswege

Unterdessen gingen die Bohrarbeiten an einem zweiten Loch mit etwas grösserem Durchmesser weiter. Die Rettungsmannschaften hofften auf ein Durchstossen der Stollendecke spätestens am Samstagvormittag.

Zudem gruben sich Rettungsmannschaften im eingestürzten Tunnel weiter in Richtung der Verschütteten durch. Murray erwartet, dass die Bergleute möglicherweise am kommenden Dienstag erreicht werden können.

Der Stollen war am Montag aus noch ungeklärter Ursache eingestürzt. Murray beharrt darauf, dass ein Erdbeben schuld war. Geologen glauben aber eher, dass es der Einsturz selbst war, der von den seismologischen Geräten als Erderschütterung registriert wurde.

Unterdessen sind bei einem weiteren Bergwerksunglück am Freitag in West Princeton im Bundesstaat Indiana drei Grubenarbeiter ums Leben gekommen. Wie der Sender CNN berichtete, war die Ursache zunächst unklar. Es habe sich aber mit Sicherheit nicht um eine Explosion gehandelt.

(sda)

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