Schwarzenegger und Blair lassen Bush stehen
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Schwarzenegger und Blair lassen Bush stehen

Im Kampf gegen die globale Klimaerwärmung planen Grossbritannien und Kalifornien eine direkte transatlantische Zusammenarbeit - und zwar ohne Washington.

Der britische Premierminister Tony Blair und Gouverneur Arnold Schwarzenegger wollen einen gemeinsamen Markt für den Handel mit Treibhausgasen schaffen, wie die Nachrichtenagentur AP am Montag erfuhr. Die Regierung von US-Präsident George W. Bush, die auch das Kyoto-Protokoll ablehnt, werde dabei umgangen.

Blair und Schwarzenegger wollten ihren Vorstoss am späteren Montag in Los Angeles vorstellen, wie aus britischen Kreisen verlautete. Einen Emissionshandel gibt es bereits in Europa. Stromversorger und Industrieunternehmen dürfen nur dann das bei Verbrennung entstehende Kohlendioxid (CO2) emittieren, wenn sie die dafür erforderlichen Zertifikate besitzen. Stösst eine Anlage mehr CO2 aus, müssen Verschmutzungsrechte zugekauft werden, wird weniger in die Luft geblasen, können Zertifikate verkauft werden. Kanada und einige Staaten im Osten der USA planen ähnliche Programme.

Ein Hauptziel des britisch-kalifornischen Vorstosses ist die Eindämmung der Verkehrsemissionen. In Kalifornien machen diese 41 Prozent aller Treibhausgase aus. Der US-Staat ist der weltweit zwölftgrösste Produzent von Treibhausgasen. Schwarzenegger will die Emissionen bis 2010 auf das Niveau von 2000 drücken. (dapd)

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