Aktualisiert 11.01.2010 16:53

1. Klasse mit gefälschtem Befehl

Schwarzfahren: 18 000 Franken auf Bewährung

Mit einem gefälschten Marschbefehl hat ein 25-jähriger Programmierer die SBB über ein Jahr lang erfolgreich genarrt. Er fuhr als angeblicher Offizier mindestens zehnmal gratis in der ersten Klasse von Zürich nach Zug.

von
Attila Szenogrady

Auf die Idee des 25-jährigen Programmierers musste man erst kommen: Jedenfalls zahlte sie sich über ein Jahr lang aus. So fuhr der EDV-Spezialist regelmässig mit dem Zug von seinem Wohnort in Zürich an seinen Arbeitsplatz in Zug. Nicht nur jeweils gratis, sondern auch in der ersten Klasse. Dabei wies der Betrüger bei jeder Kontrolle einen gefälschten Marschbefehl vor und gab sich als Offizier der Schweizer Armee aus.

Hohe Geldstrafe

Dank eines aufmerksamen Zugchefs flog der Schwindler Ende 2008 doch noch auf und musste sich am Montag am Bezirksgericht Zürich verantworten. Der Angeklagte beteuerte vergeblich seine Unschuld. Aufgrund einer belastenden Indizienkette wurde er wegen Betrugs sowie mehrfacher Urkundenfälschung antragsgemäss zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 200 Franken sowie 500 Franken Busse verurteilt. Die Hauptstrafe von insgesamt 18 000 Franken wurde auf Bewährung ausgesetzt. Trotzdem hat der Schwarzfahrer bereits Berufung angekündigt.

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