Schwingfest greift durch: «Schwarzmarkt-Tickets verlieren ihre Gültigkeit»
Aktualisiert

Schwingfest greift durch«Schwarzmarkt-Tickets verlieren ihre Gültigkeit»

Das Eidgenössische Schwingfest kritisiert, dass Tickets fürs Esaf im Sommer zu «völlig überhöhten Preisen» verkauft würden. Nun drohen die Organisatoren drastische Massnahmen an.

von
RIQ
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Vom 23. bis zum 25. August findet in Zug das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (Esaf) statt.

Vom 23. bis zum 25. August findet in Zug das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (Esaf) statt.

Keystone/Peter Schneider
Bis am  Mittwoch, 22. Mai 2019 konnten sich Interessierte registrieren und so für den Kauf von maximal vier Tickets bewerben.

Bis am Mittwoch, 22. Mai 2019 konnten sich Interessierte registrieren und so für den Kauf von maximal vier Tickets bewerben.

Keystone/Jean-Christophe Bott
Nun bemängelt das OK des ESAF, dass völlig überteuerte Tickets angeboten werden.

Nun bemängelt das OK des ESAF, dass völlig überteuerte Tickets angeboten werden.

Ricardo.ch

«Die Nachfrage nach Tickets für das Esaf 2019 in Zug ist gross. Zum Leidwesen der Organisatoren versuchten in den letzten Tagen Besitzer von Tickets, ihre Karten auf dem Schwarzmarkt zu völlig überhöhten Preisen zu verkaufen.» Das schreibt das OK des ESAF 2019 Zug. Es «verurteilt dieses Vorgehen scharf und behält sich vor, gegen solche Verkäufer vorzugehen.»

OK-Präsident Heinz Tännler: «Ich bedaure dies sehr. Das ist überhaupt nicht in unserem Sinn. Wir entschuldigen uns dafür bei allen Fans des Schwingsports.» Leider könne man dies nicht gänzlich verhindern. «Auch andere Organisatoren kämpfen mit denselben Problemen. Für den eigenen Profit nehmen solche Leute den echten Fans die Plätze weg», betont Tännler.

«Leidtragend sind die Ortsansässigen»

Weiter fiel den Organisatoren auf, dass offenbar auch Zugerinnen und Zuger, die bei den Zuger Gemeinden oder dem Kanton Zug Tickets zu normalen Preisen hätten erwerben können, diese nun zu überhöhten Preisen anbieten würden. Auch das verurteilt Tännler: «Wir wollten in Zusammenarbeit mit den Gemeinden und dem Kanton ermöglichen, dass auch Zugerinnen und Zuger das Eidgenössische Schwingfest live in der Arena miterleben können. Dies ist einmalig in der Geschichte. Mit Schwarzmarkthandel wird unser Bestreben aber untergraben und führt dazu, dass Nachfolgeorganisationen davon wieder absehen werden.» Leidtragende sei dann die ortsansässige Bevölkerung.

Kampf dem Schwarzmarkt

Das OK gehe deshalb gegen den Schwarzmarkthandel vor. In den allgemeinen Ticket-Bestimmungen stehe klipp und klar: «Der Weiterverkauf von oder der Handel mit Tickets zum nicht-offiziellen Preis ist strikte untersagt. Derartig erworbene Tickets verlieren ihre Gültigkeit. Bei entsprechendem Verdacht bleibt das Recht vorbehalten, die entsprechenden Tickets zu sperren, ohne dass eine Rückerstattung erfolgt.» Tännler sagt weiter: «Wir behalten uns vor, solche Tickets ungültig zu machen. Käufer davon müssen damit rechnen, dass ihr Platz in der Arena besetzt ist.» Identifizierte Verkäufer sollten zudem belangt werden.

Tännlers Fazit: Er rät vom Kauf solcher Tickets dringend ab.

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