Aktualisiert 14.06.2005 07:31

Schwede wird UNO-Präsident

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat den schwedischen Diplomaten Jan Eliasson zu ihrem neuen Präsidenten gewählt.

Damit wird Eliasson im September die voraussichtlich grösste Zusammenkunft von Staats- und Regierungschefs leiten, wenn die Vollversammlung über die geplanten Reformen der UN und einen neuen Aktionsplan gegen die Armut entscheidet.

Nach seiner Wahl durch Akklamation erklärte Eliasson am Montag in New York, er wolle auf eine effiziente Reform der Vereinten Nationen hinwirken, damit die Gemeinschaft von 191 Staaten mehr als bisher zu Fortschritten im Kampf gegen Hunger, Armut und Trinkwassermangel befähigt werde. Eliasson war seit 2000 schwedischer Botschafter in den USA. Zuvor war er unter anderem als stellvertretender UN-Generalsekretär für humanitäre Fragen und als schwedischer UN-Botschafter tätig.

Als einer von 21 Vizepräsidenten der Vollversammlung wurde der israelische UN-Botschafter Dan Gillerman gewählt. Damit bekleidet erstmals seit 53 Jahren wieder ein Israeli ein solches Amt. Die Präsidentschaft der Vollversammlung rotiert nach Regionen. Eliasson und Gillerman wurden von der Gruppe der westeuropäischen und nordamerikanischen Staaten (WEOG) nominiert. Eliasson löst den Gabuner Jean Ping ab, der als Präsident der 59. Generalversammlung von den afrikanischen Staaten berufen wurde. (dapd)

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