Zwischenrunde: Schweden sichert sich Duell mit Tschechien
Aktualisiert

ZwischenrundeSchweden sichert sich Duell mit Tschechien

Schweden besiegte zum Abschluss der Zwischenrunde Frankreich mit 6:3, sicherte sich in der «Berner Gruppe» den 2. Platz und trifft in den Viertelfinals auf Tschechien.

Das Schweizer Team musste am Montagnachmittag nicht lange bangen. Hätte Schweden gegen Frankreich verloren, hätte sich die Ausgangslage für die Mannschaft von Ralph Krueger markant verschlechtert. Die Schweden legten aber los wie die Feuerwehr und führten nach bloss sechs Minuten 3:0. Kristian Huselius (ex-Rapperswil), Marcus Nilson und Dick Tärnström (ex-Lugano) bezwangen Fabrice Lhenry mit drei der ersten fünf Torschüsse innerhalb von 263 Sekunden.

In der Folge warf die Partien keine hohen Wellen mehr. Schweden kontrollierte die Partie und dosierte das Gas; Frankreich fand deshalb besser ins Spiel und entschied sogar den zweiten Abschnitt zu seinen Gunsten (3:2). Antoine Lussier vom HC La Chaux-de-Fonds erzielte zum 1:4 sein zweites WM-Tor (24.). Frankreich kam auf 2:4 und 3:5 heran; eine Wende «drohte »aus Schweizer Optik aber nicht mehr.

Schweden trifft in den Viertelfinals auf Tschechien, den Dritten der Gruppe F.

Slowakei mit siegreichem Abschluss

Die Slowakei hat die zweite WM in Folge ohne Viertelfinal wenigstens mit einem positiven Resultat abgeschlossen. In Kloten bezwangen die Osteuropäer Norwegen 3:2 nach Verlängerung und beendeten die Zwischenrunden-Gruppe im 5. Rang.

Das Siegtor für die enttäuschenden Slowaken, die sich im Vergleich zum Vorjahr (13.) nur unwesentlich verbessern konnten, erzielte Ladislav Nagy nach 2:07 Minuten der Overtime. Der Stürmer von KHL-Verein Sewerstal Tscherepowez nützte eine norwegische Strafe mit einem satten Slapshot zum halbwegs versöhnlichen Abschluss, nachdem die Slowaken eine schnelle Führung (2:0 nach zwei Powerplaytoren bis zur 10. Minute) verspielt hatten.

Das WM-Gastgeberland von 2011 beendete die Titelkämpfe ohne Highlights. Mit dem knappen Sieg gegen Absteiger Ungarn (4:3) hatten sich die Slowaken überhaupt in die Zwischenrunde gerettet. Gegen die Top-8-Nationen Kanada, Finnland und Tschechien resultierten dagegen lauter Niederlagen. Und in allen relevanten Statistiken wie Powerplay, Unterzahlspiel, Effizienz oder Anzahl abgewehrter Schüsse gehörten die Weltmeister von 2002 zu den vier schwächsten Teams des Turniers.

Schweden - Frankreich 6:3 (3:0, 2:3, 1:0)

PostFinance-Arena, Bern. - 5051 Zuschauer. - SR Baluska/Sindler (Slk/Tsch), Kaspar/Wehrli (Ö/Sz).

Tore: 2. Huselius (Stralman) 1:0. 5. Marcus Nilson (Oduya, Huselius) 2:0. 6. Tärnström (Marcus Nilson/Ausschluss François Rozenthal) 3:0. 22. Gunnarsson (Martensson, Magnus Johansson/Ausschluss Papa) 4:0. 24. Antoine Lussier 4:1. 30. Bellemare (Yorick Treille, Hecquefeuille/Ausschluss Marcus Nilson) 4:2. 31. Oduya (Persson, Akerman) 5:2. 37. Sache Treille (François Rozenthal, Roussel/Ausschluss Andersson) 5:3. 46. Kenny Jönsson (Stralman, Omark/Ausschluss Antoine Lussier) 6:3.

Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Schweden, 10mal 2 Minuten gegen Frankreich.

Schweden: Liv; Magnus Johansson, Gunnarsson; Grossman, Oduya; Stralman, Kenny Jönsson; Akerman, Tärnström; Weinhandl, Martensson, Eriksson; Marcus Nilson, Rickard Wallin, Huselius; Harju, Thornberg, Omark; Persson, Andersson.

Frankreich: Lhenry; Bachet, Amar; Roussel, Quessandrier; Manavian, Leveque; Mille, Igier; Yorick Treille, Hecquefeuille, Bellemare; Tardif, Sacha Treille, Da Costa; François Rozenthal, Antoine Lussier, Gras; Fleury, Papa, Zwikel.

Slowakei - Norwegen 3:2 (2:0, 0:1, 0:1, 1:0) n.V.

Kloten-Arena. - 2901 Zuschauer. - SR Kadyrow/Looker (Russ/USA), Dediulia/Wirth (WRuss/Sz).

Tore: 8. Ruzicka (Handzus, Obsut/Ausschluss Ask) 1:0. 10. Smrek (Nagy, Baranka/Ausschluss Laumann Ylven) 2:0. 27. Bastiansen (Ask, Lund/Ausschluss Baranka) 2:1. 46. Lund (Jakobsen/Ausschluss Stefanka) 2:2. 63. (62:07) Nagy (Sekera/Ausschluss Vikingstad) 3:2.

Strafen: 9mal 2 Minuten gegen die Slowakei, 11mal 2 Minuten gegen Norwegen.

Slowakei: Halak; Obsut, Sekera; Vydareny, Smrek; Baranka, Valabik; Granak, Svarny; Bartecko, Handzus, Ruzicka; Marcel Hossa, Mikus, Bicek; Radivojevic, Olvecky, Nagy; Bartovic, Macho, Stefanka.

Norwegen: Grotnes; Mats Trygg, Myrvold; Jakobsen, Holös; Lund, Bonsaksen; Kaunismäki; Skröder, Vikingstad, Thoresen; Lorentzen, Jansen, Spets; Bastiansen, Ask, Zuccarello Aasen; Röymark, Forsberg, Laumann Ylven.

(si)

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