Eishockey-WM: Schweden stolpert - USA locker

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Eishockey-WMSchweden stolpert - USA locker

Nach Deutschland ist Norwegen an der WM in der Slowakei die zweite Überraschung gelungen. Die Norweger gewannen gegen Schweden mit 5:4 nach Penaltyschiessen. Auch Titelverteidiger Tschechien bekundete Mühe.

Norwegen holte im skandinavischen Duell zweimal einen Rückstand (1:3 und 3:4) auf und setzte sich letztlich dank eines ausgezeichneten Powerplays (drei Treffer) und mit etwas Glück durch. Im Penaltyschiessen traf erst Per-Age Skröder und danach unter gütiger Mithilfe des schwedischen Keepers Erik Ersberg auch Mathis Olimb. Diese Szene, in der er den Puck unter seinem Schoner durchsickern liess, war symbolisch für Ersberg. Bereits davor hatte er nicht seinen besten Tag erwischt und lediglich eine Abwehrquote von 75 Prozent erreicht.

Auch die Tschechen mussten ihren Startsieg hart erkämpfen. Die Letten erwiesen sich als hartnäckiger Widersacher. Die Entscheidung fiel erst in der 59. Minute, als Roman Cervenka solo auf den lettischen Keeper Edgars Masalskis losstürmte und eiskalt zum Schlussresultat verwertete. Die Tschechen peilen mit 16 Weltmeistern aus dem Vorjahr die erfolgreiche Titelverteidigung an. Wieder mit dabei ist auch Superstar Jaromir Jagr. Noch vor zwei Wochen, als die Osteuropäer in Litvinov gegen die Schweiz testeten, schien es unwahrscheinlich, dass der mittlerweile 39-jährige Altstar erneut das tschechische Trikot überstreift.

Derweil wurden Finnland und die USA ihrer Favoritenrolle gerecht. Die beiden Teams setzten sich gegen Dänemark, respektive Österreich jeweils mit 5:1 durch. Die Dänen, die vor einem Jahr in Deutschland erstmals überhaupt die Viertelfinals erreicht hatten, konnten vor fast 10'000 Zuschauern in Bratislava etwas länger auf eine Überraschung hoffen. Finnland schuf die Differenz erst im Mitteldrittel durch Tore von Jarkko Immonen (24.) und Juhamatti Aaltonen (37.) zum 2:0.

Bill Gilligans Österreicher lagen bereits nach dem ersten Drittel 0:2 zurück. Chris Kreider (15.) und Blake Wheeler (18.) brachten die Amerikaner 2:0 in Führung. Österreich kam durch Marco Pewal (35.) zwar noch einmal heran, doch mit individuellen Fehlern brachte sich der Aussenseiter selbst um den Lohn der Arbeit. Die Amerikaner dürften mit diesem Erfolg schon einmal das selbe Schicksal wie im Vorjahr, als sie den Gang in die Abstiegsrunde hatten antreten müssen, vermieden haben.

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(si)

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