Nordkorea: Schwedischer Besuch für US-Journalistinnen
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NordkoreaSchwedischer Besuch für US-Journalistinnen

Erstmals seit ihrer Verurteilung zu langjähriger Lagerhaft sind die beiden in Nordkorea festgehaltenen US-Journalistinnen mit einem westlichen Diplomaten zusammengetroffen. Der schwedische Botschafter Mats Foyer durfte sie besuchen.

Das Treffen habe am Dienstag in Pjöngjang stattgefunden, teilte US-Aussenamtssprecher Ian Kelly in Washington mit. Details könne er noch nicht bekannt geben. Die US-Regierung warte noch auf einen vollständigen Bericht. Sie verfolge «verschiedene Wege», die zur Freilassung der beiden Frauen führen sollen, sagte Kelly, ohne ins Detail zu gehen. Schweden nimmt in Nordkorea die diplomatischen Interessen der USA wahr.

Die Journalistinnen Euna Lee und Laura Ling waren am 8. Juni wegen angeblicher Spionage zu jeweils zwölf Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Die Frauen waren Mitte März am Tumen-Fluss festgenommen worden, der die Grenze zum benachbarten China bildet. Im Auftrag eines kalifornischen Fernsehsenders arbeiteten sie an einer Reportage über Nordkoreaner, die über den Tumen nach China flüchten.

Die USA forderten nach dem Urteil eine Begnadigung der Journalistinnen. Die Familien der beiden Frauen zeigten sich in einem Statement dankbar, dass die nordkoreanische Regierung dem schwedischen Botschafter den Besuch erlaubt hat: «Wir verlangen weiterhin ihre Freilassung aus humanitären Gründen», hiess es weiter.

(pbl/sda)

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