Desinfektionsmittel: Schweinegrippe bringt Geschäftserfolg für Zürcher
Aktualisiert

DesinfektionsmittelSchweinegrippe bringt Geschäftserfolg für Zürcher

Erfolgreich dank der Schweinegrippe: Der 25-jährige Zürcher Jungunternehmer Patrick Liotard-Vogt macht mit einem neuen Desinfektionsmittel ein Millionengeschäft.

von
Marco Lüssi

Die Zahl klingt gigantisch: «Wir haben bereits Bestellungen im Umfang von 50 Millionen Franken», sagt Patrick Liotard-Vogt (25). Beim Produkt, das laut dem Zürcher Unternehmer so gefragt ist, handelt es sich um den Silkmed Sanitizer – ein Gel, das man immer bei sich tragen kann, um die Hände zu desinfizieren, wenn man sich in eine keimreiche Zone wie beispielsweise ein Tram oder ein Kino begeben hat.

Zustande kommt der hohe Umsatz laut Liotard vor allem durch Bestellungen aus Deutschland und China. In der Schweiz läuft der Vertrieb über die Firma Galexis, die Apotheken und Drogerien beliefert.

Bekannt wurde Lio­tard-Vogt, als er eine Member-Card lancierte, mit der man in die angesagtesten Clubs der Welt reinkommt. Den Entscheid, auch noch in ein Hygieneprodukt zu investieren, fällte er im November 2008, als noch niemand von der Schweinegrippe wusste – natürlich auch er nicht. Er habe eigentlich damit gerechnet, viel ins Marketing investieren zu müssen, so Liotard-Vogt. «Dies hat uns die Pandemie abgenommen – bessere Werbung können wir gar nicht haben.» Dass er Profiteur einer weltweiten Bedrohung ist, stört ihn nicht: «Ich helfe mit meinem Geschäft ja mit, die Seuche einzudämmen.»

Empfehlungen an Erkrankte bei Grippesymptomen

Zuhause bleiben bis mindestens 1 Tag nach Abklingen der Symptome. Dies bedeutet: Vom Arbeitsplatz fernbleiben; nicht einkaufen gehen; keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen; kein Besuch von Veranstaltungen, Kinderkrippen, Kindergärten, Schulen und Kasernen. Kein Kontakt zu Personen

mit erhöhtem Komplikationsrisiko sowie keine Besuche von Patienten in Spitälern oder Bewohnern von Heimen. Nach Möglichkeit enge Kontakte im Haushalt vermeiden

Sich telefonisch bei einem Arzt/einer Ärztin melden, wenn

a) die Symptome innert 7 Tagen nach Rückkehr aus einem Gebiet mit erhöhtem Expositionsrisiko für A(H1N1) auftraten, oder

b) die erkrankte Person engen Kontakt mit einem bestätigten Influenza A(H1N1) Fall hatte, oder

c) schwere Symptome auftreten, oder

d) ein erhöhtes Komplikationsrisiko besteht

Hygienemassnahmen beachten, Gesundheitszustand überwachen, ärztliche Empfehlungen befolgen

Falls die erkrankte Person das Haus vorübergehend verlassen muss (z.B. für eine Arztkonsultation), soll sie während dieser Zeit eine Hygienemaske (chirurgische Maske) tragen

Personen, mit denen man ab Auftritt der Symptome sowie am Tag vor Symptombeginn engen Kontakt hatte, über die eigene Erkrankung informieren und ihnen empfehlen, ihren Gesundheitszustand aufmerksam zu beobachten und auf persönliche Hygiene zu achten

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Quelle: BAG

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