«Bringt Ruhe»: Schweinsteiger als Chefstratege?
Aktualisiert

«Bringt Ruhe»Schweinsteiger als Chefstratege?

Nicht primär auf Franck Ribéry oder Arjen Robben ruhen Bayerns Hoffnungen. Sondern auf Bastian Schweinsteiger.

Bayerns Regisseur Bastian Schweinsteiger (l.) soll Cristiano Ronaldo und Co. in Schach halten.

Bayerns Regisseur Bastian Schweinsteiger (l.) soll Cristiano Ronaldo und Co. in Schach halten.

Noch ist Bastian Schweinsteiger nach seinem Schlüsselbeinbruch (November) und dem Aussenbandriss im rechten Knöchel (Februar) nicht in Topform. Sein Comeback gegen Hoffenheim (7:1) und Basel (7:0) im März kam verfrüht und machte eine weitere Pause nötig. Dennoch soll der Internationale am Mittwoch Bayern München im Rückspiel bei Real Madrid (Hinspiel 2:1) zum Einzug in den Final der Champions League verhelfen.

Trainer Jupp Heynckes sagt über den 27-jährigen Schwein­steiger: «Für mich steht er auf der gleichen Stufe wie ein Xavi oder Iniesta.» Heynckes formuliert seine Wertschätzung noch so aus: «Bastian hat strategische Fähigkeiten. Er hat eine grosse Übersicht. Er ist ballgewandt. Und vor allem bringt er Ruhe in unser Spiel und auch klare Direktiven.»

Im Hinspiel hatte der Coach seinen Chefstrategen noch ausgewechselt. Schwein­steiger war sichtlich nicht in Bestform, ihm unterliefen un­gewohnte Fehler. Er leitete auch Real Madrids Treffer durch Mesut Özil ein.

Dennoch ruhen die Münchner Hoffnungen heute auf dem 90-fachen Nationalspieler. Er soll für die nötige Stabilität und Balance im Spiel der Bayern sorgen. Dazu soll er die Flügelspieler Franck Ribéry und Arjen Robben lancieren. Schweinsteiger verspricht: «Ich will der Mannschaft so helfen, dass wir ins Finale kommen.» Schliesslich findet das Endspiel am 19. Mai in der heimischen Allianz-Arena statt. Dass er nicht in Topform ist, gilt für den Mittelfeldakteur nicht als Ausrede. «Jetzt ist Willensstärke gefragt. Egal, wie lange man spielt, man muss 120 Prozent geben.»

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