Aktualisiert 16.02.2004 21:24

Schweiz attraktiv für Top-Leute

In den letzten zwei Jahren sind mehr als die Hälfte der Zugewanderten in die Schweiz hoch qualifizierte Arbeitskräfte gewesen.

Nach wie vor überdurchschnittlich viele Ausländer arbeiten in der Industrie und auf dem Bau. Die Mehrheit der ausländischen Erwerbstätigen stammt aus dem EU/EFTA-Raum.

Im zweiten Quartal des vergangenen Jahres waren in der Schweiz 809.000 Personen oder jede fünfte der insgesamt 3,95 Millionen Erwerbstätigen Ausländer, wie aus der am Montag veröffentlichten Arbeitskräfteerhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervorgeht. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl der niedergelassenen ausländischen Erwerbstätigen und Aufenthalter um 2,5 Prozent. Zusätzlich sind in der Schweiz rund eine viertel Million Grenzgänger, Kurzaufenthalter sowie Asylsuchende erwerbstätig.

Über die Hälfte jener Ausländer, die innerhalb der letzten zwei Jahre in die Schweiz kamen, waren hoch qualifizierte Arbeitskräfte. Fast vier von fünf dieser Arbeitnehmer arbeiten im Dienstleistungssektor, und ein Grossteil davon kommt aus nord- und westeuropäischen EU/EFTA-Staaten.

Nach wie vor sind aber überdurchschnittlich viele ausländische Erwerbstätige in der Industrie und im Bausektor tätig. In diesen Branchen sind vor allem Ausländer aus den westlichen Balkanländern sowie dem südeuropäischen EU-Raum beschäftigt. Der höchste Anteil an ausländischen Erwerbstätigen wurde im zweiten Quartal 2003 im Gastgewerbe verzeichnet. Kaum vertreten sind ausländische Erwerbstätige dagegen in der Landwirtschaft. Auffällig ist laut BFS ebenfalls, dass nur wenige Ausländer Selbstständigerwerbende sind.

Italien an der Spitze

Drei Fünftel der ausländischen Erwerbstätigen sind Staatsangehörige eines EU- oder EFTA-Landes. Die mit Abstand grösste Gruppe aus der EU stammt aus Italien (174.000), gefolgt von den Portugiesen (85.000) und den Deutschen (79.000). 167.000 Erwerbstätige oder rund 20 Prozent stammen aus den westlichen Balkanländern. 5,2 Prozent kommen aus den EU-Kandidatenstaaten Türkei, Bulgarien und Rumänien.

Nach Grossregionen betrachtet schwankt der Anteil der Erwerbstätigen aus EU/EFTA-Staaten zwischen 49,6 Prozent in der Zentralschweiz und 71,2 Prozent in der Genferseeregion. Erwerbstätige aus den westlichen Balkanländern sowie den EU-Kandidatenstaaten stellen die höchsten Anteile in der Zentralschweiz (41,3 Prozent), der Ostschweiz (39,8 Prozent) sowie in der Nordwestschweiz (33,4 Prozent). (dapd)

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