Aktualisiert 26.02.2010 16:35

«Blech»-RanglisteSchweiz auf Platz fünf, Österreicher top

«Blech» oder die lederne Medaille – vierte Plätze sind vor allem an Olympischen Spielen besonders dramatisch. Doch bei jeder der 86 Entscheidungen in Vancouver muss es jemanden treffen – besonders oft unseren östlichen Nachbarn.

von
mon/tog

Nach 70 von 86 Entscheidungen musste Österreich bereits acht vierte Plätze beweinen. Oder anders: Bei weniger als jedem zehnten Wettkampf verpasste unser östliches Nachbarland den Sprung aufs «Stockerl» um die knappste aller Möglichkeiten. Dahinter folgen die Veranstalter aus Kanada. Auch ihnen verlieh der Heimvorteil keine Flügel.

Mit acht Medaillen – sechs davon goldene – kann sich die Schweiz bereits vor dem Ende über erfolgreiche Spiele freuen. Sechs Goldmedaillen, das gabs noch nie. Aber auch was das «Blech» betrifft, kann die Schweiz mitreden. Fabienne Suter, Carlo Janka, Stéphane Lambiel, Ivo Rüegg und Iouri Podladtchikov sorgen mit ihren fünf vierten Plätzen für den 5. Zwischenrang. Rüegg kann sein Pech mit einem guten Ergebnis im Viererbob korrigieren. Den anderen Athleten bleibt der Trost, dass sie noch jung sind und sie ihrem Olympiaabenteuer in Sotschi ein weiteres Kapitel hinzufügen können. Für Stéphan Lambiels Zukunft gilt: Alles ist offen.

Und noch etwas Interessantes: Das 7,5-Millionen-Einwohner-Land Schweiz und das 8,3-Millionen-Einwohner-Land Österreich wären als eine Nation mit 10 Goldmedaillen und total 20-mal Edelmetall ganz klarer Spitzenreiter im Medaillenspiegel. Man kann die Dinge auch mal so sehen.

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