Schweiz: Bescheidenes Wachstum
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Schweiz: Bescheidenes Wachstum

Die Schweizer Wirtschaft hat ihren moderaten Wachstumskurs im dritten Quartal dieses Jahres behauptet.

Während sich der private Konsum verlangsamte, setzten die Exporte trotz des weniger dynamischen Umfeldes ihre Expansion fort.

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg gegenüber dem Vorquartal real um 0,4 Prozent, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Freitag mitteilte. Gegenüber dem dritten Quartal 2003 nahm das BIP real um 2,0 Prozent zu.

Das BIP-Wachstum für das erste Quartal wurde leicht nach unten revidiert (bisher 0,5 Prozent, neu 0,4 Prozent). Damit ist das BIP in den ersten drei Quartalen 2004 jeweils gleich stark gewachsen.

Das BIP-Wachstum im dritten Quartal entspricht den Erwartungen von Experten. Das Wachstum im Vorjahresvergleich liegt hingegen etwas über den Schätzungen.

Privater Konsum weniger stark

Das Wachstum des privaten Konsums hat sich zwischen Juli und September verlangsamt (&0,1 Prozent). Ddie staatlichen Konsumausgaben entwickelten sich leicht rückläufig (-0,1 Prozent).

Erfreulich ist hingegen die Zunahme der Gesamtinvestitionen (&1,1 Prozent), in erster Linie im Wohnungsbau. Weiter zugenommen haben die Exporte (&0,6 Prozent). Die Importe beschleunigten sich stärker (&2,5 Prozent).

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg gegenüber dem Vorquartal real um 0,4 Prozent, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Freitag mitteilte. Gegenüber dem dritten Quartal 2003 nahm das BIP real um 2,0 Prozent zu.

Für 2005 rechnet das Seco in seinen Konjunkturtendenzen mit einer Fortsetzung des Wirtschaftsaufschwungs in der Schweiz. Die Aussichten für eine allmähliche Verbesserung der Arbeitsmarktlage bleiben damit intakt. Die Beschäftigung dürfte zeitlich verzögert im Verlauf des Jahres 2005 zunehmen.

Wichtiger Aussenhandel

Vor dem Hintergrund der inzwischen schwächelnden Entwicklung des privaten Konsums seien anhaltend positive Impulse vom Aussenhandel von erhöhter Bedeutung, schreibt das Seco.

Ein fortgesetzter Kursverfall des Dollars dürfte das Wachstum im Euroraum und in der Schweiz zusätzlich bremsen. Für das Seco ist aber eine anhaltende Dollarschwäche trotz des hohen US- Ertragsbilanzdefizits nicht zwingend. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor bleiben die Erdölpreise.

(dapd)

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