Hockey-WM: Schweiz blamiert sich gegen Kasachstan
Aktualisiert

Hockey-WMSchweiz blamiert sich gegen Kasachstan

Die Hockey-Nati startet an der WM in Moskau mit einer bitteren Pleite gegen den Aufsteiger. Trotz Überlegenheit heisst es am Ende 2:3 nach Penaltyschiessen.

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Dienstag, 17. Mai 2016Die WM ist für die Schweizer vorbei, sie müssen nach der Gruppenphase die Heimreise antreten. Die Nationalmannschaft verliert das entscheidende Spiel gegen Tschechien 4:5.

Dienstag, 17. Mai 2016Die WM ist für die Schweizer vorbei, sie müssen nach der Gruppenphase die Heimreise antreten. Die Nationalmannschaft verliert das entscheidende Spiel gegen Tschechien 4:5.

epa/Sergei Ilnitsky
Zwar geht die Schweiz im ersten Drittel durch Denis Hollenstein 1:0 in Führung, ...

Zwar geht die Schweiz im ersten Drittel durch Denis Hollenstein 1:0 in Führung, ...

AFP/Yuri Kadobnov
... in der Folge sind die Tschechen aber klar die bessere Mannschaft und drehen die Partie in souveräner Manier.

... in der Folge sind die Tschechen aber klar die bessere Mannschaft und drehen die Partie in souveräner Manier.

AFP/Yuri Kadobnov

Für die Kasachen war es der erste Sieg an einer A-WM seit zehn Jahren, seit einem nutzlosen 5:0-Erfolg über Slowenien in der Abstiegsrunde der WM 2006. Und die Schweizer erlebten ein Déjà-vu. Schon vor einem Jahr verloren sie an der WM in Prag das Eröffnungsspiel gegen Aufsteiger Österreich im Penaltyschiessen (3:4). Damals spielten sie miserabel. In Moskau muss sich die Mannschaft von Patrick Fischer mit Ausnahme der ungenügenden Effizienz nicht viel vorwerfen lassen. Sie dominierte die Partie mit 51:26 Torschüssen.

Die Entscheidung fiel im Penaltyschiessen (nur drei Schützen an internationalen Spielen). Die ersten vier Schützen trafen – für die Schweiz Denis Hollenstein und Lino Martschini. Dann scheiterte Nino Niederreiter. Jewgeni Rymarew konnte den ersten Matchpuck für Kasachstan nicht verwerten. Anschliessend brachte Nigel Dawes, einer der drei kurzfristig eingebürgerten Nordamerikaner im kasachischen Team, mit seinem zweiten verwandelten Penalty in Führung. Und Martschini, der hätte treffen müssen, um die Schweiz im Spiel zu halten, verlor während des Anlaufs die Scheibe.

Torumrandung bremst Schweizer

Die finale Szene passte gut zum Spiel. Der Schweiz fehlte gegen Kasachstan das Glück, das sie in den letzten Testspielen gegen Lettland und Deutschland überstrapaziert hatte. Alleine im Schlussabschnitt trafen die Schweizer dreimal Pfosten oder Latte.

Die einzigen beiden Schweizer Goals erzielten Samuel Walser in der 15. Minute (1:0) und Denis Hollenstein in der 53. Minute (2:2). Hollenstein realisierte bloss 91 Sekunden nach dem zweiten kasachischen Goal den Ausgleich.

Mit nur einem gewonnenen Punkt gegen einen klaren Aussenseiter starteten die Schweizer deutlich unter den eigenen Erwartungen ins Turnier. Hoffnung gibt der Rückblick auf 2015: Nach der Pleite gegen Österreich erreichten sie trotzdem noch die Viertelfinals.

Kasachstan - Schweiz 3:2 (0:1, 1:0, 1:1) n.P.

Moskau. - 7500 Zuschauer. - SR Gofman/Iverson (RUS/CAN), Chartrand-Piche/Lederer (CAN/CZE).

Tore: 15. Walser (Diaz, Andrighetto) 0:1. 31. Sawtschenko (Ausschluss Puschkarjow!) 1:1. 51. Startschenko (Rymarew/Ausschluss Diaz) 2:1. 53. Hollenstein (Félicien Du Bois, Ambühl/Ausschluss Chudjakow) 2:2. - Penaltyschiessen: Hollenstein 1:0, Dawes 1:1; Martschini 2:1, Startschenko 2:2; Niederreiter - (gehalten), Rymarew - (gehalten); Dawes 2:3, Martschini - (verliert Puck).

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Kasachstan, 3mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

Kasachstan: Kolesnik; Tryassunow, Semjonow; Sawtschenko, Lipin; Korabejnikow, Lakisa; Lobanow, Kairow; Bochenski, Boyd, Dawes; Rymarew, Iwanow, Startschenko; Puschkarjow, Chudjakow, Krasnoslobodzew; Schin, Solarjow, Panschin.

Schweiz: Berra; Yannick Weber, Grossmann; Félicien Du Bois, Blum; Diaz, Blum; Schneeberger; Walker, Trachsler, Dino Wieser; Martschini, Hollenstein, Ambühl; Niederreiter, Gaetan Haas, Simon Moser; Andrighetto, Walser, Grégory Hofmann; Marc Wieser.

Bemerkungen: Schweiz ohne Robert Mayer (Ersatztorhüter), Zurkirchen, Christian Marti und Schäppi (alle überzählig). - Dawes verschiesst Penalty (10.). - Pfosten-/Lattenschüsse: Haas (46.), Diaz (52./Latte), Weber (56.). - Timeouts: Schweiz (63.); Kasachstan (62.). - Schüsse: Kasachstan 26 (9-10-4-3); Schweiz 51 (15-22-11-3). - Powerplay-Ausbeute: Kasachstan 1/3; Schweiz 1/4 (ein Shorthander kassiert).

(sda)

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