Schweiz erledigt die Hausaufgaben mit Mühe
Aktualisiert

Schweiz erledigt die Hausaufgaben mit Mühe

Die Schweiz hat das WM-Auftaktspiel in Lettland gegen Italien mit 3:1 gewonnen. Trotz Rückstand drehte das Team von Ralph Krueger die Partie im letzten Abschnitt verdient. In einem unterhaltsamen Spiel hat die Schweiz mit dem Sieg die Pflicht erfüllt.

Nach 40 Minuten und einem 0:1-Rückstand sagte Martin Plüss wie man das Spiel noch drehen könne: «Weniger denken und daran glauben. Das ist ganz wichtig: Daran glauben.» Tatsächlich sah man den Schweizern den Willen zum Sieg im letzten Drittel an. Nachdem Ambühl den fast sicheren Ausgleich vergab (schoss Muzzatti an die Maske) traf Ivo Rüthemann nach schönem Durchspiel zum verdienten 1:1.

Es war ein kurioses Tor, welches kurz darauf das Spiel in der 53. Minute entschied. Der sonst hervorragende italienische Torhüter Muzzatti leitete den Sieg der gut kämpfenden Schweizer ein. Er spielte einen Puck einem eigenen Verteidiger an, Patrick Della Rossa konnte die Scheibe übernehmen, kurvte ums Tor und schoss den Puck via Schlittschuh eines Italieners zum 2:1 ins Tor. Danach verteidigten die Schweizer den Vorsprung geschickt und holten sich den Sieg verdient.

Nach einem ereignislosen ersten Drittel, entschädigte der zweite Abschnitt für vieles. Italien hatte bis zur Hälfte des Abschnitts keine Chance. Kevin Romy knallte den Puck an die Latte und ein doppeltes Überzahlspiel wurde nicht genutzt. Kurz darauf wird der von einer Strafe zurückkehrende Della Rossa lanciert und kann von den Italienern nur mit einem Foul gestoppt werden. Martin Plüss verschiesst den Penalty. Doch er erhält noch eine Chance, da der italienische Torhüter zu früh seinen Torraum verliess. Plüss kann kein Kapital daraus schlagen und verpasst auch die zweite Chance beim eins gegen eins (28.). Das war der Weckruf für Italien. Im Powerplay gelingt Anthony Iob der Führungstreffer entgegen dem Spielverlauf. In der Folge mussten sich die Eisgenossen mit 3 gegen 5 wehren. Ein Tor fiel nicht, aber Martin Plüss verschuldete einen (harten) Penalty. Auch Aebischer zeigte einen Big Save und hielt die Schweiz im Spiel (35.). Jetzt waren wieder die Schweizer an der Reihe. Kevin Romy kam unverhofft vor dem leeren Tor an den Puck, doch konnte nicht zum Ausgleich einschieben.

Eishockey-WM in Riga

Schweiz - Italien 3:1 (0:0, 0:1, 3:0)

Skonto, Riga. - 3000 Zuschauer. - SR Looker (USA), Ross/Garsjö (USA/No).

Tore: 31. Iob (Parco, De Bettin/Ausschluss Sannitz) 0:1. 45. Rüthemann (Jeannin, Martin Plüss) 1:1. 53. Della Rossa 2:1 (Eigentor Ramoser). 60. (59:40) Rüthemann (Plüss/Ausschluss Iob) 3:1 (ins leere Tor).

Strafen: 11mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 13mal 2 Minuten gegen Italien.

Schweiz: Aebischer; Julien Vauclair, Steinegger; Helbling, Mark Streit; Blindenbacher, Bezina; Beat Forster; Della Rossa, Martin Plüss, Rüthemann; Sannitz, Jeannin, Romano Lemm; Paterlini, Ambühl, Reichert; Déruns, Romy, Wirz.

Italien: Muzzatti; Borgatello, Helfer; Ramoser, Strazzabosco; Trevisani, Lorenzi; Egger; Margoni, Busillo, Cirone; Parco, Iob, De Bettin; Ansoldi, De Toni, Fontanive; Molteni, Chelodi, Bustreo.

Bemerkungen: Schweiz ohne Hiller (Ersatzgoalie), Bührer, Beat Gerber, Demuth und Seger (alle überzählig). Helbling im letzten Drittel nicht mehr eingesetzt. 23. Lattenschuss Romy. 28. Plüss scheitert mit Penalty und Penalty-Wiederholung an Muzzatti. 35. Parco scheitert mit Penalty an Aebischer. Italien von 59:28 bis 59:40 ohne Goalie. Schüsse: Schweiz 41 (9-16-16); Italien 14 (3-10- 1). Powerplay-Ausbeute: Schweiz 1/10, Italien 1/9. Bundesrat Samuel Schmid anlässlich eines Staatsbesuchs in Lettland auf der Tribüne.

(fox)

(si)

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