Aktualisiert 26.03.2020 13:31

Wegen KäseBald zu wenig Butter in der Schweiz?

Weil mehr Milch für die Käseherstellung genutzt wird, fehlt der Rohstoff für Butter. Bald könnte die Inlandnachfrage nach Butter nicht mehr gedeckt sein.

von
jeb
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Schweizer Butter könnte 2020 ein knappes Gut werden. (Symbolbild)

Schweizer Butter könnte 2020 ein knappes Gut werden. (Symbolbild)

(Bild: Keystone/Georgios Kefalas)
Das befürchtet die Branchenorganisation Butter. (Symbolbild)

Das befürchtet die Branchenorganisation Butter. (Symbolbild)

(Bild: Keystone/Gaetan Bally)
Zu viel Milch fliesse...(Symbolbild)

Zu viel Milch fliesse...(Symbolbild)

(Bild: Keystone/Gaetan Bally)

«Derzeit ist massiv weniger Butter an Lager als in den Jahren zuvor», schreibt der Landwirtschaftliche Informationsdienst (LID) am Mittwoch. Dieser beruft sich auf die Branchenorganisation Butter, welche befürchtet, dass die Produktion 2020 nicht reichen könnte, um die Nachfrage in der Schweiz zu decken.

Bereits zu Weihnachten 2019 habe sich das Problem abgezeichnet. Der Butterberg sei damals schon bescheiden gewesen, was eher ungewöhnlich sei. Mehr noch: Normalerweise würden sich die Butterlager Anfang Jahr füllen. Nicht so 2020. Letzte Woche standen 575 Tonnen Butter in Lagern bereit, in derselben Woche im Vorjahr waren es deutlich mehr: 2835 Tonnen, im Jahre 2018 sogar fast 4000 Tonnen.

Preis wird erhöht

Der Grund dafür liege laut Branchenorganisation Butter in der Käseproduktion. Derzeit würden zusätzliche Milchmengen in die Herstellung von Käse fliessen. Um dagegenhalten zu können, wird «der interne Richtpreis für zu Butter verarbeitetem Industrierahm auf den 1. Juli 2020 um 60 Rappen je Kilo Fett erhöht», wie der LID schreibt.

Trotz dieser Massnahme wird laut der Branchenorganisation Butter der Vorrat an inländischer Butter im Sommer zu Neige gehen. Konsequenz: Einige Butterprodukte werden mit ausländischer Butter hergestellt werden müssen. Dies solange, bis es wieder genügend Schweizer Butter gibt.

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