7-Milliarden-Projekt: Schweiz gewährt Rechtshilfe in Bestechungsfall

Aktualisiert

7-Milliarden-ProjektSchweiz gewährt Rechtshilfe in Bestechungsfall

Nach Frankreich und den USA erhält auch Grossbritannien von der Schweiz Rechtshilfe in einem Bestechungsskandal um den Bau einer grossen Gasanlage in Nigeria in den 1990-er Jahren.

Das Bundesstrafgericht wies in am Montag veröffentlichten Urteilen zahlreiche Beschwerden ab, mit denen ein Brite sowie eine Reihe von Firmen mit Sitz in Liechtenstein, Gibraltar, Panama und auf den Bahamas die Herausgabe von Genfer Bankunterlagen verhindern wollten. Der Brite wird verdächtigt, für ein Konsortium bestehend aus französischen, japanischen, italienischen und amerikanischen Firmen Bestechungsgelder in der Höhe von 133,5 Millionen Dollar an nigerianische Regierungsbeamte bezahlt zu haben. Und zwar für einen Auftrag in der Höhe von über sechs Milliarden Dollar (7 Milliarden Franken) zum Bau einer Flüssiggasanlage.

Die Genfer Justiz hatte in dieser Affäre bereits Ende 2004 rund 100 Millionen Dollar blockiert und ein eigenes Verfahren eröffnet. Aufsehen hatte der Skandal auch deshalb erregt, weil das Konsortium vom US-Konzern Halliburton angeführt worden war, der in der fraglichen Zeit vom früheren US-Vizepräsidenten Dick Cheney geleitet worden war. Die 2007 von Halliburton abgespaltene Firma bekannte sich im vergangenen Februar vor einem US-Gericht in Houston schuldig und zahlte eine Busse von über 400 Millionen Dollar. (dapd)

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