Schweiz gibt blockierte Yukos-Gelder frei
Aktualisiert

Schweiz gibt blockierte Yukos-Gelder frei

In der Yukos-Affäre hat die Bundesanwaltschaft die blockierten Gelder auf Schweizer Konten freigegeben. Es handelt sich um insgesamt 200 Millionen Franken.

Das Bundesgericht hatte zuvor die Rechtshilfe an Russland abgelehnt.

Die Bundesanwaltschaft (BA) hatte im Dezember die Rechtshilfe in der Affäre gutgeheissen. Mit dem am Donnerstag veröffentlichten Entscheid gab das Bundesgericht Gegensteuer. Die Lausanner Richter werfen dem Kreml vor, aus politischen Gründen gegen die Angeschuldigten vorzugehen.

Der russische Staat wirft den Ex-Oligarchen Michail Chodorkowski, Platon Lebedew und Leonid Nevzlin vor, Gewinne aus dem Handel mit dem Düngemittel Apatit zu Unrecht eingesteckt haben. Das Bundesgericht unterstellt dagegen dem Kreml, aus politischen Gründen gegen die Angeschuldigten vorzugehen.

Auf russisches Ersuchen hin hatte die Bundesanwaltschaft einst mehr als 6 Milliarden Franken auf Schweizer Banken blockiert. Auf Geheiss des Bundesgerichts musste 2004 aber der grösste Teil dieser Mittel wieder frei gegeben werden. Nun wurde auch die restliche Summe deblockiert, wie die BA am Freitag mitteilte.

(sda)

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