Aktualisiert 07.12.2010 10:51

Geldwäscherei

Schweiz gibt Korruptionsgelder zurück

20 Millionen Franken des taiwanesischen Ex-Präsidenten Chen Shui-bian, die auf Schweizer Konten lagerten, gehen zurück an die ostasiatische Inselrepublik.

Die Schweiz will ein Zeichen setzen:

«Die Rückerstattung der 20 Millionen Franken Korruptionsgelder an Taiwan zeugt einmal mehr vom festen Willen der Schweiz, sich dem Missbrauch ihres Finanzplatzes für kriminelle Zwecke entgegenzustellen», teilt die Bundesanwaltschaft (BA) am Dienstag mit.

Rund 17 Millionen Franken des Chen-Clans sind weiterhin in der Schweiz blockiert. Die BA führt seit dem 7. Januar 2008 ein Strafverfahren gegen den Sohn und die Schwiegertochter von Chen wegen Verdachts der Geldwäscherei. Das laufende Strafverfahren werde fortgesetzt, mit dem Ziel, die Herkunft der restlichen Vermögenswerte zu bestimmen.

Der ehemalige Präsident Taiwans und seine Gattin wurden 2009 in Taipeh wegen Korruption zu lebenslanger Haft verurteilt. Im Juni diesen Jahres wurde die Strafe auf 20 Jahre Gefängnis verkürzt. Das taiwanesische Fernsehen berichtete, die Strafminderung sei erfolgt, nachdem die Familie einen Teil der unterschlagenen Gelder aus der Schweiz zurücktransferiert habe.

(sda)

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