Aktualisiert 07.12.2010 08:15

PISA-Studie

Schweiz hat sich stetig verbessert

Mit Spannung werden heute die neuen Resultate der neusten PISA-Studie über die Schweiz erwartet: Wie schneiden unsere 15-Jährigen im Bildungstest ab? Ein Rückblick auf die vergangenen zehn Jahre.

Rechtschreibung - ein Knackpunkt in der heutigen Schulbildung.

Rechtschreibung - ein Knackpunkt in der heutigen Schulbildung.

Zum vierten Mal innerhalb von zehn Jahren legt die OECD eine PISA-Untersuchung über die Kompetenzen der 15-Jährigen in den Industrieländern vor. Die Schweiz hatte bei der ersten Studie 2000 relativ schlecht abgeschnitten, in späteren Untersuchungen verbesserte sie sich.

Für den jüngsten internationalen Bildungsvergleich analysierte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in 65 Staaten die Leistungen von 470 000 Schülern im Alter von 15 Jahren. Geprüft wurde in den Fächern Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften, wobei heuer Lesen den Schwerpunkt darstellt - wie schon in der ersten Studie im Jahr 2000.

Bei der ersten PISA-Untersuchung 2000, an der 32 Länder teilgenommen hatten, waren die Schweizer Jugendlichen in Mathe gut, in Deutsch und Naturkunde dagegen nur mässig. Viele Schüler wiesen eine mangelhafte Lesefähigkeit auf. Die Schweiz belegte bei der Lesefähigkeit nur den 17. Platz.

Bei PISA 2003, mit Schwerpunkt Mathematik, an der sich 41 Länder beteiligten, schnitt die Schweiz deutlich besser ab. Sie gelangte unter die «Top Ten» und distanzierte die Nachbarländer Deutschland, Österreich und Frankreich deutlich.

Die PISA-Studie 2006 bescheinigte den Schweizer Schülern insgesamt in Mathematik sehr gute und in Naturwissenschaften gute Leistungen. Die Schweiz erreichte Rang 16 von 57 Staaten. Dabei schnitten Deutschschweizer Schüler besser ab als Romands und Tessiner. Punkto Umweltkenntnisse lagen die Schweizer auf Platz 18. Beim Lesen hatten sie sich leicht verbessert.

PISA löste Reformdebatte aus

Die PISA-Studien lösten in der Schweiz eine breite Debatte über Bildung und Schulreformen aus. Im Zentrum stehen die Harmonisierung des kantonal geregelten Schulsystems - Stichwort HarmoS - der frühere Schuleintritt, Frühenglisch und einheitliche gesetzliche Grundlagen für das Bildungswesen.

PISA geriet aber auch in die Kritik: Die Leistungsbewertungen trügen den Bedingungen in den einzelnen Ländern zu wenig Rechnung. Ursachen der unterschiedlichen Leistungen seien nicht nur die Schulsysteme, sondern auch der Ausländer-Anteil in den einzelnen Ländern. Dieser liegt beim Spitzenreiter Finnland bei 2,1 Prozent, in der Schweiz über 20 Prozent. (sda)

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