WM-Qualifikation: Schweiz im Fahrplan - Spanien makellos

Aktualisiert

WM-QualifikationSchweiz im Fahrplan - Spanien makellos

In den meisten WM-Qualifikationgruppen der Europazone ist Halbzeit. Ein Sextett kann die Tickets für Südafrika schon fast buchen, einige renommierte Nationen müssen dafür weiter zittern. Ein Überblick.

von
Herbie Egli

Der Europameister Spanien ist und bleibt das Mass der Dinge. Seit 30 Spielen sind die Iberer ungeschlagen (letzte Niederlage im November 2006 gegen Rumänien) und steuern direkt Richtung WM 2010 in Südafrika. In den fünf Qualifikationsspielen gabs fünf Siege, und Spanien führt die Tabelle mit 15 Punkten und einem Torverhältnis von 11:1 klar an. Dahinter kämpfen Bosnien-Herzegowina, die Türkei und Belgien um den zweiten Platz.

Quintett auf Spaniens Spuren

Neben dem amtierenden Europameister dürfen auch Italien, Irland, Holland, England und Deutschland schon mit den Planungen für Südafrika beginnen. In der Gruppe 8 führt Italien mit zwei Punkten Vorsprung auf Irland mit Trainer Giovanni Trapattoni. Die Iren müssten im Moment also in die Barrage. Das drittplatzierte Bulgarien ist mit vier Punkten schon abgeschlagen, hat aber ein Spiel weniger ausgetragen.

Einen noch grösseren Vorsprung weist Holland in der Gruppe 9 auf. Die «Elftal» thront mit vier Siegen aus vier Spielen an der Tabellenspitze und liegt acht Punkte vor dem zweitplatzierten Island. Nicht ganz so klar aber auch beruhigend ist die Situation für England und Deutschland. Die Engländer haben ebenfalls vier Siege auf dem Konto und führen fünf Punkte vor Kroatien und der Ukraine. In der Gruppe 4 führt Deutschland die Tabelle an und hat vier bzw. sechs Punkte Vorsprung auf Russland und Finnland. Diese beiden Nationen haben jedoch ein Spiel weniger ausgetragen.

Schweizer Fahrplan stimmt wieder

Die Eidgenossen können sich durchaus auch wieder berechtigte Hoffnungen für einen WM-Platz machen. Mit dem 2:0-Sieg gegen Moldawien wurden die Pflichtpunkte geholt und im Rückspiel am Mittwoch in Genf - 20 Minuten Online berichtet ab 20.30 Uhr im Liveticker - muss der nächste Dreier folgen. Sonst nützt der 2:1-Auswärtssieg in Griechenland nichts. Ohne die verschenkten Punkte beim WM-Quali-Auftakt in Israel und der peinlichen Luxemburg-Niederlage würde die Schweiz die Tabelle sogar wie Spanien mit fünf Siegen und grossem Vorsprung anführen.

Portugal und Frankreich weiter am Zittern

Für die Portugiesen mit Superstar Ronaldo ist die Reise nach Südafrika noch nicht planbar. Mit nur einem Sieg aus fünf Spielen (4:0 in Malta) und drei Unentschieden liegt Portugal in der Gruppe 1 auf dem dritten Platz. Vier Punkte hinter dem punktgleichen Spitzenduo Dänemark und Ungarn. Und die Dänen haben erst noch ein Spiel weniger auf dem Konto. Auch für Frankreich sieht es in der Gruppe 7 weiterhin nicht gut aus. «Les Bleus» konnten zwar mit dem 1:0-Sieg in Litauen bis zwei Punkte an den direkten Konkurrenten aufschliessen, liegen in der Tabelle aber immer noch auf Platz drei. Nur mit einem Sieg am Mittwoch wiederum gegen Litauen würden sie auf Rang zwei vorstossen. Das spielfreie Serbien bleibt aber sicher Gruppenleader.

Noch fast alles offen ist in der Gruppe 3. Nordirland führt mit zehn Punkten, hat aber zwei bzw. ein Spiel mehr ausgetragen, als die restlichen fünf Nationen. Von der Slowakei auf dem zweiten Platz mit neun Punkten bis zum fünftplatzieren Polen mit sieben Zählern ist noch alles möglich. Nur San Marino als Gruppenletzter mit null Punkten ist einmal mehr in einer Qualifikation für eine Endrunde schon frühzeitig gescheitert.

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