Baldiger Impfstart? : Schweiz will ersten Covid-Impfstoff noch im Dezember zulassen
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Baldiger Impfstart? Schweiz will ersten Covid-Impfstoff noch im Dezember zulassen

Swissmedic will den ersten Covid-Impfstoff in den nächsten zwei Wochen zulassen. Danach könnte es schnell gehen.

von
Sven Forster
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Die Schweiz steht vor dem Imfpstart. 

Die Schweiz steht vor dem Imfpstart.

Christoph Schmidt/dpa

Darum gehts

  • Die Schweiz steht kurz vor der Zulassung des ersten Corona-Impfstoffs.

  • Swissmedic will das Vakzin noch in diesem Jahr zulassen.

  • Um welchen Impfstoff es sich handelt, ist noch unklar.

Geht nun bald das Impfen los? Wie der «Tages-Anzeiger» schreibt, wolle die Arzneimittelbehörde Swissmedic den ersten Covid-Impfstoff noch in diesem Jahr zulassen. «Die Zulassung in der Schweiz kann mit grosser Wahrscheinlichkeit noch im Dezember erfolgen», sagt Swissmedic-Vizedirektor Philippe Girard.

Wie die Zeitung berichtet, werde die Schweiz die Covid-Impfungen gleichzeitig mit der EU zulassen. Deutschland will am 27. Dezember mit den Impfungen beginnen.

Möglicherweise handelt es sich um den Impfstoff von Pfizer/Biontech

«Swissmedic setzt alles daran, die vorhandenen Unterlagen so rasch wie möglich zu begutachten», sagt Girard, der bei der Behörde den für die Bewilligungen zuständigen Bereich leitet.

Um welchen Impfstoff es sich handelt, ist noch unklar. Swissmedic prüft derzeit vier Vakzine. Da das Serum von Pfizer/Biontech auch in Europa an der Spitze steht, liegt es nahe, dass es sich um dieses Mittel handelt. Zu diesem Impfstoff gibt es die meisten Daten.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und die Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF) haben ihre Strategie für die Impfung gegen das Coronavirus festgelegt. Ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankung werden zuerst geimpft.

In Grossbritannien wird schon fleissig geimpft. Erste Empfängerin dort war die 90-jährige Margaret Keenan.

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Wie geht es nach der Zulassung weiter?

Wie der Tagi weiter schreibt, sei nach der Swissmedic-Zulassung die Eidgenössische Impfkommission (Ekif) am Zug. «Das BAG hat festgelegt, dass nicht ohne Empfehlung durch die Ekif losgelegt werden soll», sagte Christoph Berger, Chef-Infektiologe am Kinderspital Zürich und Ekif-Präsident.

«Wir haben alles vorbereitet und werden sehr schnell sein, sobald die Zulassung erteilt ist», so Berger. Einen Zeitverlust könne man sich nicht leisten, der politische Druck sei im Moment «riesig». Die Efik nutzt bei ihrer Prüfung andere Daten als Swissmedic. Sie stützt sich auf publizierte Studien und öffentliche Dokumente. Man konzentriere sich vor allem auf die Zielgruppen einer Impfung sowie die Akzeptanz und die Umsetzbarkeit einer Impfempfehlung.

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